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Öykü Işik
Quelle: PD (Pressedienst)

PersonÖykü Işik

Keine Illusionen, bitte. Irgendwann passiert der Angriff, und er ist wahrscheinlicher als ein Betriebsunfall. So beginnen die Referate von Öykü Işik, Professorin für Cybersicherheit an der IMD Business School. Ihre Lösung? Mache Notfallübungen mit dem Kader für den Fall, dass alle IT-Systeme down sind. Ihr Case «Try this drill with your team today to prepare for a ransomware attack» ist Standardlektüre ihrer Studierenden.
Işiks Spezialität ist, Firmen Widerstandskraft einzuimpfen. Nicht die Abwehr zähle, sondern die Fähigkeit, rasch nach einer Attacke auf die Beine zu kommen, ohne Lösegeld zu bezahlen.
Die 41-Jährige studierte 2000, als eine von 15 Studenten, darunter drei Frauen, in Istanbul an der liberalen Bilgi University Computerwissenschaften. 2005 doktorierte sie in Texas an der North Texas University und bekam 2010 eine Assistenzprofessur an der Kaderschmiede Vlerick Business School im belgischen Gent. Dort lernte sie Flämisch, blieb zehn Jahre und experimentierte viel. So wurde das IMD auf sie aufmerksam. Seit letztem Jahr lehrt sie dort. Sie sei ein stolzer Nerd, sagt sie. Doch dem Stereotyp einer Introvertierten entspricht sie nicht. Zur Extrovertiertheit rät sie denn auch Firmen nach einem Cyberangriff: Nur volle Transparenz schaffe Vertrauen.
Big-Data-Ethik ist Işiks Ding. Es lohne sich, den Kunden bei der Datenverwendung reinen Wein einzuschenken, und zwar nach der Devise des «fairen Tauschs»: Für deine Daten kriegst du etwas. Dies müsse das Ziel jeder Firma sein. Von Işik wird man noch hören.
 

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