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Dr. iur. Rolf Hugo Dörig (* 19. Mai 1957), Verwaltungsratspräsident der Swiss-Life-Gruppe und der Adecco, am Dienstag (22.05.18) im Hauptsitz der Swiss-Life in Zürich. Foto: Sebastian Magnani/Ex-Press
Quelle: Ex-Press

PersonRolf Dörig

SMI-Doppelpräsident durfte er sich lange nennen, doch seit seinem Rücktritt als Präsident beim Personalvermittler Adecco 2019 bleibt Rolf Dörig in der obersten Börsenliga nur noch das Swiss-Life-Präsidium – dass Adecco diesen Herbst aus dem SMI flog, verfolgte er nur noch von der Seitenlinie. Beim grössten Schweizer Lebensversicherer war er ab Herbst 2002 fünfeinhalb Jahre Konzernchef, dann ein weiteres Jahr VR-Delegierter, bevor er Präsident wurde. Sein Wirken dort zeigt Licht wie Schatten: Dörig bereinigte die Fehlübernahme der Banca del Gottardo, fädelte aber auch den desaströsen Kauf des deutschen Finanzvertriebs AWD ein. Dörig hält weitere Mandate, aus denen der VR-Posten bei Emil Frey hervorsticht. Beobachtern gilt er als möglicher starker Mann im Gremium, sobald Altmeister Walter Frey seinen Rückzug einleitet, was er im Familienkreis schon vorgespurt hat. Jedenfalls schwenkte Dörig bereits politisch um: Einst FDP-nah, schloss er sich 2018 der SVP-«Stiftung für bürgerliche Politik» an. Aufgrund seines SVP-Kurses auch als Präsident des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) trat der grösste Beitragszahler Axa dieses Jahr aus dem Verband aus.

(Stand: Dezember 2020)

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