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Sven Brunner
Quelle: ZVG

PersonSven Brunner

Mit seinem Start-up Holo One hat Gründer Sven Brunner den Nerv der Zeit getroffen. Das Start-up bietet Lösungen für Augmented-Reality-Anwendungen an. Abnehmer sind grosse Firmen aus der Automotive-Industrie, der Bauwirtschaft, aber auch das Schweizer Militär. «Wir sind das Microsoft Office für Augmented Reality», sagt Brunner. Dabei stellt Holo One aber keine Brillen her, sondern bietet die passende Software dazu an. So können Leute aus der ganzen Welt mit einer Brille remote kollaborieren oder sich bei der Bedienung einer Maschine von jedem Ort der Welt aus unterstützen. Bauleiter können dank AR erkennen, wie künftige Installationen auf der Baustelle ausschauen sollen. «Remote Work hat massiv zugenommen und wird durch unsere Tools noch einfacher», sagt Brunner. Der Wirtschaftsinformatiker war 2017 dermassen beeindruckt von der Präsentation der AR-Brille HoloLens von Microsoft, dass er mit einem Schulfreund Holo One gegründet hat. Eben erst hat sein Start-up einen grossen deutschen Autohersteller als Kunden gewonnen. Daneben arbeitet Holo One mit grossen Tech-Playern wie Lenovo, Amazon, Qualcomm oder auch Renault oder ZF Friedrichshafen. Die Automotive-Industrie sei wichtig, weil dort Remote Assistance für Arbeitsabläufe benötigt werde, so Brunner. Diese Schwergewichte haben Holo One auch dazu veranlasst, von Zürich ins Silicon Valley zu ziehen. Noch seien rund zehn der dreissig Mitarbeiter in Zürich stationiert, Brunner selbst ist aber auch in die Staaten gezogen. «Unsere Investoren und Partner sitzen in Kalifornien, dazu kommt, dass man in den USA viel mehr Investitionsgeld bekommt», sagt Brunner. Holo One hat dieses Jahr eine Finanzierungsrunde von acht Millionen Dollar abgeschlossen, weitere sollen folgen. «Wir wollen global agieren», sagt Brunner. Dafür brauche es Kapital, vor allem, um den Markt USA zu beackern, aber auch, um in Europa Präsenz zu markieren. Brunner hat klare Vorstellungen: «Ich möchte mein Start-up in fünf bis zehn Jahren an die Börse bringen.» Auch dafür sei der amerikanische Markt geeigneter. Er wolle etwas längerfristig aufbauen, ein schneller Exit sei für ihn nie in Frage gekommen. «Wir formen die Arbeitswelt von morgen und verändern die Zusammenarbeit der Menschen», sagt Brunner. Es könnten nicht mehr alle ständig durch die Welt fliegen und fahren. «Mit unseren Lösungen kann man dem entgegenwirken.»

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