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Thomas Gottstein
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PersonThomas Gottstein

Mit Thomas Gottstein steht und fällt die Credit Suisse, wurde ihm doch das Herzstück der Grossbank, die Schweizer Einheit, anvertraut. 2017 soll die Swiss Universal Bank teilweise an die Börse gebracht werden, wodurch Milliarden an neuem Kapital einfliessen sollen. An ihm ist es nun, den Markt davon zu überzeugen, welch grosser innerer Wert in der Bank schlummert. Gottstein, der 1999 zur Bank stiess, war ursprünglich Investment Banker. Er gilt als begnadeter Kundenmann. In den vielen Jahren an der Front hat er gewichtige Kontakte zu den Mächtigen der Schweizer Wirtschaft aufgebaut, etwa zu Ivan Glasenberg, dessen Glencore er an die Börse brachte und mit dem er heute auch persönlich befreundet ist. Gottstein galt CS-intern schon lange als Kandidat für Höheres. 2008 wollten ihm seine Chefs das Firmenkundengeschäft der Bank anvertrauen – doch der Vollblut-Frontmann hat zusätzliche Verantwortung in der Unternehmenszentrale lange gescheut. Dass er jetzt doch den Sprung nach oben gewagt hat, dürfte vor allem zwei Gründe haben. Erstens hat er, zusammen mit einem kleinen Kreis interner Spezialisten und Vertrauter aus dem Investment Banking, die Blaupausen für die neue Strategie der Schweizer Einheit selber gezeichnet. Zweitens hat er vom ersten Augenblick an das Vertrauen seines neuen Chefs Tidjane Thiam gewinnen können, als dieser nach Amtsantritt 2015 die Keyplayer der Bank zu Einzelgesprächen traf. Von der Kritik an der neuen Führung unter Thiam ist Gottstein bisher verschont geblieben. So ist und bleibt er für den Ivorer an der Spitze die Schlüsselfigur für den Erfolg. Im Umfeld des Schweizers ist man zuversichtlich: Im Grunde sei das IPO nichts anderes als ein gigantischer interner Investment-Banking-Deal. Und derlei habe Gottstein in der Vergangenheit stets erfolgreich über die Bühne gebracht.

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