Die Business-Idee

Blockchain Trust Solutions (BCTS) will ­Firmen bei der Realisierung von Blockchain-­Lösungen unterstützen und interessierte Partner bei der Erstellung von neuen Businessanwendungen, die auf dem Blockchain-­Prinzip basieren, begleiten. Dafür wurde Ende April ein neues Blockchain-Netzwerk gestartet, das auf «Schweizer Grundwerten wie Zuverlässigkeit, Transparenz und Neu­tralität» aufbauen will, so die Gründer Jakob Gülünay und Toni Caradonna. Konkrete Anwendungen bestehen bereits im Bereich Herkunftsnachweise und Ticketingsysteme. Das Netzwerk nutzt dabei die Infrastruktur von Axpo WZ-Systems, dem Datenkommunika­tionsanbieter des Energiekonzerns Axpo.

Die Gründer

Das Gründungsteam besteht aus Jakob Gülünay und Toni Caradonna. 2018 entschlossen sie sich, mit ihrem Blockchain-­Angebot zu starten. Seither sind sie im ostschweizerischen Herisau domiziliert. Toni Caradonna ist in der Vereinigung Crypto ­Valley Zug engagiert und hat mit seiner Entwicklung eines «digitalen Frankens» bereits für Aufsehen gesorgt. Gülünay hat schon einige Erfahrung als ­Unternehmer gesammelt. So war er unter ­anderem bei Forkwealth, Jawin Swiss und bei der Eventküche GmbH engagiert. Und was ist die Unique Selling Proposition von BCTS? «Die Blockchain Trust Solutions AG ist der Lösungsprovider, wenn es um Blockchain, höchste ­Sicherheit, höchste Verfügbarkeit und Daten in der Schweiz geht», so Gülünay.

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upbeat - die Schweizer Startup-Serie

Unsere neue Startup-Serie «upbeat» porträtiert jede Woche ein Schweizer Jungunternehmen multimedial in Print, Audio und Video. Bleiben Sie dran, im Format Ihrer Wahl: Text, Bild und unterhaltsame Videos finden sie jede Woche auf handelszeitung.ch/upbeat oder in den sozialen Netzwerken. Den Podcast, mit vielen Tipps für Menschen, die selber in der Startupwelt durchstarten möchten, finden Sie auf Apple Podcasts und Spotify – und überall da, wo Podcasts zu Hause sind.

Der Markt

Grundlage für das neu aufgelegte Blockchain-Netzwerk ist die sogenannte Swiss-DLT-­Allianz. Zu den Allianzpartnern gehören laut BCTS Firmen und Institutionen wie die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH), die Fachhochschule St. Gallen, das Raiffeisen Unternehmerzentrum, der BSC Young Boys, der FC St. Gallen 1879, Helveticor und die Ostschweizer Startup-Förderer der Organisation Startfeld. Die an das Netzwerk angeschlos­senen Rechner, sogenannte Nodes, kommu­nizierten gemäss BCTS untereinander über das erwähnte Axpo-­Netz. Die Daten würden dabei den Schweizer Rechtsraum nie verlassen und damit ein besonderes Sicherheitsversprechen für die Kundinnen und Kunden beinhalten.

Das Kapital

Die Kosten für die Blockchain-Nutzung seien für Kunden leicht prognostizierbar, ­verspricht das Jungunternehmen. Die Swiss-DLT-­­Allianz garantiere einerseits eine fixe Anzahl von Transaktionen, zum anderen skaliere das Netzwerk mit Teilnehmenden und Transaktionen. Einnahmen generiert das Unternehmen auch über Beratungsdienstleistungen, die ­andere Firmen stunden-oder ­tageweise  buchen können. Vermittelt werden dann Grundlagen der Blockchain-Techno­logie und Anwendungsbeispiele, die Managerinnen und Manager inspirieren sollen. Während der ­Corona-Krise hat das Unternehmen seine ­Beratungsdienstleistungen natürlich auch online angeboten und lan­cierte etwa das Webinar «In 90 Minuten zur eigenen Blockchain-App».

Die Startup-Serie upbeat wird Ihnen von der Credit Suisse präsentiert.

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Die Chance

Krisensicher, in der Schweiz verwurzelt und leicht nutzbar für jeden und jede: Das sind die durchaus hochtrabenden Versprechungen von BCTS. Während das Thema Blockchain vor Corona noch viel Charme und Anziehungskraft hatte, sind viele Firmen aber gegenwärtig damit beschäftigt, ihr Kernbusiness wieder zum Laufen zu bringen. Für Experimente, was Blockchain-Lösungen für viele Manager noch sind, bleibt scheinbar keine Zeit. Caradonna und Gülünay sind aber überzeugt, dass gerade die Transparenz ihres Blockchain-Netzwerks ein entscheidender Vorteil ist.