Nach seinem gestrigen Auftritt am Wef äusserte sich Donald Trump am Mittwoch nochmals öffentlich in Davos. An einer Pressekonferenz kommentierte er sich dabei auch die Wirtschaftsbeziehungen zu Europa: Deutlich plädierte der amerikanische Präsident für eine weitere Öffnung der EU-Märkte für US-Güter und für einen Abbau des amerikanischen Leistungsbilanz-Defizits.

Er werde dieses Problem nun angehen: «Ich wollte damit zuwarten, bis das Thema China beendet ist», sagte Trump. «Ich wollte zuerst – respektvoll – China abhandeln.» Die Europäer hätten es sich gut eingerichtet hinter Handelseinschränkungen, und hätten sie bislang kein Interesse gezeigt, hier etwas zu verändern. «Es ist schwieriger, mit der EU Geschäfte zu machen als mit China», meinte Trump.

Alles was man über die EU wissen müsse, könne man vom britischen Premierminister erfahren: «Fragt doch Boris» – der habe es ja erlebt.

Er habe auch ein Datum im Kopf, um das Problem anzugehen und Sonderzölle auf europäische Autos einzuführen. Das sei noch vor den Wahlen im Herbst, sagte Donald Trump auf Nachfrage. «Ich mache das nicht aus einer Position der Stärke oder Schwäche. Ich muss es einfach tun.»

(rap)