China hat einem Zeitungsbericht zufolge in der Grenzregion zu Tibet schärfere Sicherheitsvorschriften erlassen, um gegen Separatisten vorzugehen. Die Änderungen bildeten die rechtliche Grundlage, um gegen den Terrorismus kämpfen zu können, berichtete die staatliche Zeitung «Global Times» am Montagabend unter Berufung einen Experten, der an dem Gesetz mitarbeitete.

Der Parteichef der Himalaja-Region, Wu Yingjie, wurde am Dienstag von einer amtlichen Nachrichtenagentur mit der Forderung zitiert, die Militärpräsenz in der Region müsse so ausgebaut werden, dass niemand wann auch immer einen Teil Tibets abspalten könne.

Kalter Krieg mit Indien

Die autonome Region Tibet liegt an der Grenze zu Indien. Der genaue Verlauf ist allerdings seit Jahrzehnten umstritten. Der Konflikt führte 1962 sogar zu einem kurzen Krieg zwischen den beiden Ländern. Menschenrechtler werfen der Staatsführung in Peking vor, die religiösen und kulturellen Traditionen der Tibeter mit Füssen zu treten.

Die chinesische Regierung weist dies zurück. Sie betrachtet etwa das geistliche Oberhaupt der Tibeter, den Dalai Lama, als gefährlichen Separatisten. Er lebt seit 1959 im indischen Exil.

(reuters/gku)