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Atomabkommen
EU besorgt wegen iranischer Urananreicherung

Tehran city building at the feet of the Alborz mountain range separating the rest of Iran from the Caspian sea basin, displaying the growth and development experienced by the Iranian capital.

Blick auf die iranische Hauptstadt Teheran.

Quelle: Getty Images

Iran will gegen eine zentrale Auflage des internationalen Atomabkommens verstossen. Die Europäische Union ist in höchster Sorge.

Veröffentlicht am 07.07.2019

«Wir sind extrem besorgt über Irans Mitteilung, dass es mit der Urananreicherung über dem Limit von 3,67 Prozent begonnen hat», sagte eine Sprecherin der EU-Aussenbeauftragten Federica Mogherini am Sonntag. «Wir rufen den Iran dringend auf, alle Aktivitäten, die den Verpflichtungen (...) zuwider laufen, zu stoppen und rückgängig zu machen.»

Die EU sei mit den übrigen Vertragspartnern bezüglich der nächsten Schritte im Kontakt. «Wir warten auf weitere Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA», sagte die Sprecherin.

Aus Russland bekam der Iran Rückhalt: Bei allem Bedauern über die iranischen Handlungen halte sich Teheran letztlich an die juristischen Grundsätze, sagte der Chef des Auswärtigen Ausschusses im russischen Föderationsrat, Konstantin Kossatschow, der Agentur Interfax am Sonntag. Zuerst seien die USA ausgestiegen, dann habe sich die Europäische Union schwer getan mit der Einhaltung ihrer Verpflichtungen.

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Die Führung in Teheran hatte zuvor verkündet, die Urananreicherung je nach Bedarf schrittweise auf 5 bis 20 Prozent zu erhöhen. Auf 90 Prozent hoch angereichertes Uran kann für Nuklearwaffen benutzt werden.

«Der Ball liegt auf der amerikanischen Seite», sagte Kossatschow. Nur die USA könnten den Deal noch retten. Sein Kollege vom Verteidigungsausschuss, Franz Klinzewitsch, sagte, dass aber zu befürchten sei, dass die USA nun eher noch Schritte unternehmen könnten, die den Prozess der Urananreicherung im Iran noch beschleunigen.

(sda/dhü)