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Facebook: Neue Technik gegen Fake News

Blick auf Facebook: Kritik wegen Falschmeldungen im Netzwerk. Keystone

Facebook will mit selbstlernender Software besser gegen Fake News vorgehen. Die unzureichende Treffsicherheit, wenn es um die Identifikation falscher Meldungen geht, hatte für Kritik gesorgt.

Veröffentlicht am 03.08.2017

Facebook verschärft seinen Kampf gegen Falschnachrichten (Fake News) und setzt dabei verstärkt auf selbstlernende Software. «Wir beginnen ab sofort damit, verbessertes maschinelles Lernen zu nutzen», schrieb Facebook-Managerin Sara Su am Donnerstag in einem Blogeintrag des weltgrössten sozialen Netzwerks. «So wollen wir noch mehr potenzielle Falschmeldungen identifizieren, um diese an externe Faktenprüfer weiterzuleiten.» Das Ergebnis der Faktenprüfung soll gegebenenfalls unter dem Artikel angezeigt werden.

«Die Menschen möchten – in Ergänzung zu dem Hinweis, dass der Wahrheitsgehalt eines Artikel von den externen Faktenprüfern angezweifelt wird – mehr Kontext, um fundierte Entscheidungen darüber treffen zu können, was sie lesen und was sie teilen.» Der Test wurde am Donnerstag in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und den USA gestartet. In Deutschland arbeitet Facebook bei der Faktenprüfung mit dem Recherchezentrum Correctiv zusammen.

Kritik an Facebook aus den USA und Europa

Kritiker werfen Facebook vor, während des Wahlkampfes in den USA nicht ausreichend gegen Falschmeldungen vorgegangen zu sein. Auch in Deutschland fordert die Politik einen verstärkten Kampf gegen Hass und Verleumdung im Internet. Anfang Juli hatte der Bundesrat ein Gesetz gebilligt, dass die Betreiber von sozialen Netzwerken verpflichtet, offensichtlich strafbare Inhalte binnen 24 Stunden nach Eingang einer Beschwerde zu löschen oder zu sperren. Kommen die Unternehmen dem nicht nach, droht ihnen eine Geldbusse von bis zu 50 Millionen Euro.

(reuters/me)

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