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Frankreich plant Insektizid-Verbot gegen Bienensterben

Biene im Anflug: Die Insekten sind entscheidend für die Pflanzenbestäubung. Keystone

Mit einem Verbot von Insektiziden, die für das Bienensterben verantwortlich gemacht werden, will Frankreich das Problem endlich besiegen. Im Fokus ist auch ein wichtiger Schweizer Konzern.

Veröffentlicht am 18.03.2016

Frankreich steuert auf ein Verbot von Insektiziden zu, die für das Bienensterben verantwortlich gemacht werden. Betroffen sind Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Neonicotin. Die Nationalversammlung billigte das Verbot am Donnerstagabend mit knapper Mehrheit.

Der Gesetzentwurf muss noch vom Senat geprüft werden, der ihn bereits früher zurückgewiesen hat. Eine endgültige Entscheidung trifft jedoch die Nationalversammlung. Diese wird Mitte des Jahres erwartet.

Bayer und Syngenta im Fokus

In der Europäischen Union unterliegt der Einsatz von Neonicotinoiden in der Landwirtschaft bereits Auflagen. Die Insektizide werden unter anderem von Bayer Cropscience und Syngenta hergestellt. Die Produzenten wehren sich gegen ein Verbot und verweisen darauf, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Bienensterben und dem Einsatz der Nicotinoide nicht bewiesen sei.

Das Sterben der für die Bestäubung von Pflanzen wichtigen Insekten sei ein komplexes Phänomen, das auf mehrere Faktoren zurückzuführen sei. Frankreich gehört auch zu den EU-Staaten, die eine Verlängerung der Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat ablehnen.

(reuters/gku)

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