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Ehebruch
Gericht im Iran verhängt ungewöhnliche Strafe

Junge Frauen im Iran: Auch Präsident Rohani brachte keine Gleichberechtigung. Keystone

Wegen eines Seitensprungs muss eine Iranerin zwei Jahre lang Leichen waschen. Zudem wurden Peitschenhiebe gegen die Frau verhängt. Diese Strafe ist selbst für iranische Verhältnisse sehr befremdlich.

Veröffentlicht am 13.05.2017

Ein Gericht in Teheran hat ein auch für iranische Rechtsexperten höchst befremdliches Urteil gegen eine Ehebrecherin gefällt. Die 35-Jährige muss wegen eines Seitensprungs zwei Jahre lang in einem Leichenhaus Leichen waschen.

Ausserdem soll sie wegen der «teuflischen Affäre» 74 Peitschenhiebe bekommen. Ihr Geliebter wurde zu 99 Peitschenhieben verurteilt und in eine abgelegene Gegend ins Exil geschickt, berichtete die Nachrichtenagentur ISNA am Samstag.

Bis vor Kurzem gesteinigt

Bis vor einigen Jahren war die Strafe für Ehebrecherinnen noch die Steinigung. Leichenwäsche als Gerichtsurteil ist ein Novum. Seitensprünge verheirateter Frauen können im Iran sowohl juristisch als auch gesellschaftlich äusserst tragische Konsequenzen haben.

(sda/gku)

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