Bis zu 5 Prozent mehr Lohn fordern die Gewerkschaften – und dies gleich generell. Zur Begründung reden sie von den gestiegenen Lebenshaltungskosten, also von der Teuerung und von einer ebenfalls gestiegenen Produktivität. Vielleicht entspricht das schlicht dem üblichen Poker zu Beginn von Verhandlungen.

Ökonomisch ist die Forderung nicht zu vertreten. Die Inflation in der Schweiz belief sich im Maximum bisher auf 3,4 Prozent und damit deutlich tiefer als die Forderung.

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Würden die Löhne generell in diesem Ausmass erhöht, gäbe das der Teuerung weiteren Schub. Selbst die Produktivität steigt in der Schweiz nicht in einem Ausmass, das selbst kaufkraftbereinigt eine solche Forderung gerechtfertigt wäre - zumindest nicht generell.

Einige Branchen oder Firmen mögen mehr zahlen können, andere aber wären in ihrer Existenz bedroht. Solche Forderungen schaden der Wirtschaft generell und damit auch den Beschäftigten.