Der neugewählte Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner will seinem abgewählten Parteikollegen Christoph Mörgeli einen Zutrittsausweis fürs Bundeshaus abgeben. Mörgeli dürfte das Angebot allerdings dankend ausschlagen - denn direkten Zugang zur Wandelhalle erhält er sowieso.

Ehemalige Parlamentarier geniessen freien Zutritt zum Bundeshaus. Sie müssen dafür einen sogenannten Identifikationsbadge beantragen, den sie allerdings ohne weiteres erhalten, wie es bei den Parlamentsdiensten am Freitag auf Anfrage hiess.

Beliebte Lobbyistenbadges

Mit diesem Badge kommen die ehemaligen Parlamentarier ohne Kontrolle ins Bundeshaus. Anders verhält es sich mit den Lobbyistenbadges, von denen jeder Parlamentarier zwei an beliebige Personen vergeben kann: Wer mit einem solchen Badge ins Bundeshaus will, muss eine Kontrolle über sich ergehen lassen.

Mörgeli dürfte daher Glarners Angebot ablehnen. Dieser dürfte jedoch rasch andere Abnehmer finden - die Lobbyistenbadges sind bei Interessenvertretern sehr beliebt. Sein Angebot an Mörgeli hatte Glarner damit begründet, dieser müsse Zugang zum Bundeshaus haben. Ein «blitzgescheiter Stratege» müsse dort immer rein- und rausgehen können, sagte Glarner am Freitag dem Regionalsender Tele M1.

(sda/dbe/chb)