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Schweizer Cervelat gerettet

Pro-Cervelat-T-Shirt aus dem Jahre 2008. (Bild: Keystone)

Die «Cervelat-Krise» ist beendet. Die Fleischverarbeiter und Wurstliebhaber können aufatmen. Das 2008 verhängte Importverbot für Cervelat-Häute ist aufgehoben.

Veröffentlicht am 12.10.2012

Der Bund hat das Importverbot von Rinderdärmen aus Brasilien aufgehoben. Damit wurde ein Schlussstrich unter die nationale «Cervelat-Krise» von 2008 gezogen. Der künftigen Verwendung der begehrten Wursthüllen für Cervelats steht damit nichts mehr im Wege.

Der Grund liegt in der Herabstufung des BSE-Risikos für das südamerikanische Land, wie Ruedi Hadorn, Direktor des Fleischfachverbandes (SFF), einen Bericht der «Bauern-Zeitung» am Freitag bestätigte.

Ende August hatte die EU-Kommission entschieden, Brasilien den Status eines Staates mit vernachlässigbarem BSE-Risiko zu gewähren. Gemäss einer Weisung des Bundesamtes für Veterinärwesen passte daraufhin der Bund seine Risikobewertung ebenfalls an.

Politikum Cervelat

Zum Traktandum wurde die Cervelat, nachdem die EU per 1. April 2006 wegen BSE-Gefahr ein Importverbot für Rinderdärme aus Brasilien verhängte hatte. Die Schweiz schloss sich im Rahmen der bilateralen Verträge dem EU-Verbot an.

Der SFF gründete deshalb mit dem BVET, den Grossverteilern sowie den Schweizer Darmhändlern eine «Task Force» zur Rettung der Cervelat. Statt Rinderdärme aus Brasilien wurden solche aus Uruguay, Argentinien und Paraguay verwendet.

Der Darm des brasilianische Zebu-Rindes ist für die Herstellung der Cervelat-Hülle allerdings am idealsten. In der Schweiz werden pro Jahr rund 160 Millionen Cervelats verspiesen.

(tke/jev/sda)

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