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Löhne
Über 20 Prozent mehr Personalaufwand beim Bund

Schweiz: Der Bund ist grösster Arbeitgeber. Keystone

Das Bundespersonal kostet immer mehr. In sieben Jahren wuchs der Aufwand um 20 Prozent auf heute 5,4 Milliarden Franken. Eine Trendwende liegt in weiter Ferne.

Von Urs Paul Engeler
am 18.02.2015

Die Kosten für das Bundespersonal sind in den letzten sieben Jahren um 20,4 Prozent gestiegen. Der Aufwand betrug gemäss Eidgenössischem Personalamt im Jahr 2007 total 4,5 Milliarden Franken, 2014 waren es 5,4 Milliarden. Dies entspricht einem Wachstum von 20,4 Prozent.

Doris Leuthard an der Spitze

Unterschiedlich ist die Entwicklung in den einzelnen Departementen: Am meisten legte das UVEK von Doris Leuthard zu. Der Personalaufwand stieg von 265,1 Millionen auf 388,5 Millionen Franken – ein Plus von 46,6 Prozent. Das Bundesamt für Energie im UVEK legte um 70 Prozent zu.

Stark gewachsen sind die Kosten auch im Department des Inneren von Alain Berset. Der Personalaufwand im EDI stieg um 30 Prozent. Spitzenreiter in Bersets Reich ist das Bundesamt für Gesundheit mit einem Plus von 40 Prozent. Am wenigsten stiegen die Personalkosten im Verteidigungsdepartement von Ueli Maurer, nämlich um 10,3 Prozent. Allerdings sind die Personalausgaben im VBS mit 1,7 Milliarden Franken am höchsten.

Streit im Bundesrat

Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Gemäss Budget 2015 wird der Aufwand heuer um weitere 1,3 Prozent steigen: um 70 Millionen auf 5,48 Milliarden Franken. Im Bundesrat gibt es Streit, wie die Personalkosten plafoniert oder reduziert werden können. Umstritten ist, ob bei der Zahl der Beamten, bei den unter der Rubrik «Dienstleitungen Dritter» versteckten Personalkosten oder bei einzelnen Aufgabengebieten angesetzt werden soll. Mit 190'000 Angestellten ist die öffentliche Hand - Gemeinde, Kanton, Bund - die grösste Arbeitgeberin im Land.

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