Ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Ungleichheit von Frauen und Männern ist der Umgang mit Geldanlagen. Frauen sparen ihr Geld öfter, Männer legen es renditeorientiert an. Das vergrössert die Vermögensunterschiede zwischen den Geschlechtern laufend.

Zu diesem Schluss kommt eine im Internet aufgeschaltete Studie des Forschungsinstitut Sotomo in Zusammenarbeit mit der Zurich Versicherung und dem Verein Geschlechtergerechter, über welche die «SonntagsZeitung» berichtete.

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Frauen legen zu vorsichtig an

Das unterschiedliche Anlageverhalten ist gemäss Sotomo besonders wichtig bei der Altersvorsorge. Die Vorsorgelücke vieler Frauen in der obligatorischen Altersvorsorge vergrössert sich durch das vorsichtige Anlageverhalten und die fehlende Anlagebereitschaft vieler Frauen.

Dabei minimiert die lange Anlagedauer beim privaten Alterssparen das Risiko. Auf diese Zugewinne verzichten Frauen durch ihren passiven Umgang mit dem Ersparten. Als Begründung ziehen sie oftmals fehlendes Wissen heran.

Dabei handle es sich aber um Wissen, das allen offenstehe, schrieb Sotomo. Daher fehle es offenbar auch an Engagement und Selbstvertrauen.

Studienverfasser sehen gute Repräsentativität

Für die Fairplay-Studie befragte Sotomo 1678 Personen ab 18 Jahren in der ganzen Schweiz und für die Geschlechtergerechter-Studie 2690 Teilnehmende. Sie wurden über die Online-Plattformen von Sotomo und der Zielgruppenvermittlerin Bilendi rekrutiert. Laut den Verfassern ist die Repräsentativität der Studie «vergleichbar mit einer Zufallsstichprobe».

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