Rund ein Viertel aller Teilnehmenden hat schon mindestens eine Weiterbildung absolviert. Davon sind ein Drittel Frauen und zwei Drittel Männer. Die Studie zeigt, dass sich Weiterbildung finanziell lohnt. Während der Medianlohn aller Teilnehmenden bei 101 000 Franken liegt, verdienen die Befragten mit einer Weiterbildung 123 000 Franken. Am meisten profitieren lohnmässig die Teilnehmenden im Alter von über 60 Jahren: Ihr Salär liegt 8750 Franken über dem allgemeinen Median der gleichen Altersgruppe. Auch die befragten 31- bis 40-Jährigen tragen mehr Lohn nach Hause, nachdem sie eine Weiterbildung abgeschlossen haben. Bei ihnen beträgt die Differenz 7369 Franken.

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Von allen Weiterbildungen waren die Certificate of Advanced Studiesambeliebtesten: Fast die Hälfte aller Befragten hat sich für ein CAS entschieden, lediglich 5 Prozent für ein Diploma of Advanced Studies (DAS) und 45 Prozent für einen MAS, MBA oder EMBA. Dies spiegelt in etwa das Angebot der Fachhochschulen, wo es nur wenige DAS gibt.

Auch betreffend Fachbereiche gibt es Unterschiede: Die häufigsten Weiterbildungen wurden im Bereich Wirtschaft und Dienstleistungen absolviert, wofür sich rund ein Viertel aller Befragten entschied. Etwas mehr als jeder Fünfte bildete sich im Bereich Technik und Informationstechnologie weiter. Nach der Weiterbildung in diesen beiden Fachbereichen stieg auch der Lohn merklich: Das Plus beträgt 22 812 respektive 19 600 Franken.

Statistik gute noten
Quelle: ZVG

Auch zur Motivation ergaben sich spannende Erkenntnisse. Mehr als zwei Drittel entschieden sich für die Weiterbildung, um beruflich einen Schritt weiterzukommen. Am zweithäufigsten nannten sie privates Interesse am Weiterbildungsangebot sowie um beruflich auf dem neusten Stand zu bleiben, wobei Mehrfachantworten möglich waren. Dies gilt auch für die Entscheidungsgrundlage für die Wahl des Angebots. Auffällig viele – fast dieHälfte – gaben an, die geografische Nähe zum Wohnort sei entscheidend gewesen.

Auch die Reputation der Weiterbildung und der Fachhochschule war für viele wichtig (beide 37 Prozent). Je 32 Prozent erklärten, sie hätten aus dem Bauch entschieden oder die Weiterbildung sei ihnen persönlich empfohlen worden.

Johannes Holdener

Name: Johannes Holdener
Geboren: 9. Januar 1970
Wohnort: St. Gallen
Ausbildung: Berufslehre kaufmännischer Angestellter, Weiterbildungen zum eidg. dipl. Betriebswirtschafter HF und dipl. Financial Consultant NDS FH; am Abschluss EMBA FH St. Gallen
Funktion: Vorsitzender der Bankleitung, Raiffeisenbank St. Gallen

Mein FH-Profil: Das Studium brachte mir spannende Begegnungen mit Studierenden und neue Perspektiven zu gesellschaftlichen Veränderungen.

Johannes Holdener
Quelle: Linda Pollari