Am 18. Mai stimmen wir über das Klimaschutzgesetz ab. Die Vorlage enthält eine Reihe von Bestimmungen, die zur Reduktion der Treibhausemissionen und damit zum Erreichen der Klimaziele 2050 beitragen sollen. Klar ist: Der Verkehr ist wesentlich für den Klimawandel verantwortlich; ohne internationalen Flugverkehr gerechnet, verursacht er einen Viertel der Emissionen in der Schweiz. Davon gehen mehr als zwei Drittel auf das Konto von Personenwagen.

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Es führt also kein Weg an einer CO₂-neutralen Mobilität vorbei. Eine praktikable und zielführende Lösung sind Elektrofahrzeuge. Und davon gibt es immer mehr: Im Jahr 2022 entfielen über 18 Prozent der Neuzulassungen auf reine Elektrofahrzeuge. Als Folge des technischen Fortschritts, der wachsenden gesellschaftlichen Akzeptanz und der immer grösseren Auswahl an Fahrzeugen schreitet die Entwicklung sogar schneller voran als erwartet: Die für 2030 prognostizierte 50-Prozent-Marke für vollelektrische Fahrzeuge könnte schon 2025 erreicht werden.

Der Autor

Florian Kienzle, CEO Zaptec Schweiz AG & Regional Director DACH, Au ZH

Ladestationen nachhaltig installieren

Damit dieser Trend anhält, braucht es einen kontinuierlichen Ausbau der Ladeinfrastruktur. Ein «Recht auf Laden» gibt es bisher in der Schweiz noch nicht. Für Privatliegenschaften entscheidet der Immobilienbesitzer, die Vermieterin oder die Verwaltung über die Installation von Ladestationen.

Fakt ist: Stehen solche nicht zur Verfügung, fällt der Reiz für den Kauf eines Elektrofahrzeugs weg. Auch wer mit dem Elektroauto zur Arbeit fahren möchte, ist auf eine Lademöglichkeit am Arbeitsplatz angewiesen.

Die Einrichtung von Ladestationen ist keine Hexerei, doch es sollten ein paar Punkte beachtet werden:

  1. Möglichkeit zum Ausbau: Besonders bei gewerblicher Nutzung muss die Ladeinfrastruktur flexibel mit den Bedürfnissen der Nutzer und Besitzerinnen mitwachsen. Wird zu einem späteren Zeitpunkt eine Erweiterung in Erwägung gezogen, bietet sich deshalb eine Lösung an, die bei steigender Nachfrage an Ladestationen modular erweitert werden kann.
  2. Sicherheit und Qualität: Eine starke Ladeleistung setzt eine hohe Sicherheit von Elektroinstallation, Ladestation und E-Fahrzeug voraus. Sicherheitsprüfungen durch Experten wie den TÜV sowie in der Ladestation integrierte Schutzschalter bieten Schutz und sorgen gleichzeitig für eine einfache Handhabung. Zu den Qualitätsmerkmalen gehören Langlebigkeit und Nutzerfreundlichkeit. Gerade bei grossflächigen Installationen ist die Lebensdauer des Produkts entscheidend. Im Idealfall kommt die gewählte Lösung ohne wiederkehrende Wartungsarbeiten aus.
  3. Einfache Nutzerverwaltung und -abrechnung: Damit die Investition in eine Ladeinfrastruktur einfach monetarisiert werden kann, braucht es ein intelligentes System zur Nutzerverwaltung und Nutzerabrechnung. Für die Verwalter ist es zudem wichtig, dass sie ihre Ladestationen individuell für ausgewählte Benutzerinnen und Benutzer oder zur öffentlichen Nutzung frei zugänglich machen können.
  4. Strom aus der eigenen PV-Anlage: Ist eine Gewerbeimmobilie mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet, kann die damit gewonnene Energie direkt für die lokal installierten E-Ladestationen genutzt werden. Dadurch verringern sich nicht nur die Treibhausgasemissionen, sondern es verbessert sich unter Umständen auch die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlagen.

Eine Investition, die sich auszahlt

Für Inhaberinnen von Gewerbeimmobilien hat die Investition aber in jedem Fall Vorteile. Nicht nur, um zusätzliches Einkommen zu generieren oder die Wertigkeit der Immobilie zu erhöhen. Immer mehr Firmen legen auch Wert auf Nachhaltigkeit. Unternehmen, die Ladestationen zur Verfügung haben, sind nicht nur für Mitarbeitende attraktiv, sondern hinterlassen auch bei Gästen oder Kundinnen einen positiven Eindruck. Denn eine CO₂-neutrale Mobilität leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft.