Die VDA-Präsidentin brachte es auf den Punkt: «Das Ziel der IAA Transportation als internationale Plattform im Verkehrsbereich ist, den Fokus auf die technologische Transformation des gesamten Transports und der Logistik bis zur emissionsfreien Mobilität von Menschen und Gütern zu legen», erklärte Hildegard Müller.

Nach zwei Jahren Pause traf sich die Nutzfahrzeugbranche wieder live an der IAA Transportation in Hannover. Die Messe präsentierte als weltweit wichtigster Branchentreff die aktuellen Trends in den Bereichen Nutzfahrzeuge, Logistik und Transport.

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Der Fokus der Aussteller lag auf klimaneutralen Lösungen in der Logistik und in der Infrastruktur. Auf die Transportbranche kommen in den nächsten Jahren grosse Herausforderungen zu, denn für eine klimaneutrale und prosperierende Mobilität braucht es einen technologischen Paradigmenwechsel.

Heute ist kaum ein Lastwagen für sich allein unterwegs, vielmehr ist er in ein engmaschiges Netz an Informationen eingebunden, die seine Fahrt steuern und überwachen. Mit der Digitalisierung der Bereiche Logistik und Transport kann eine klimaneutrale Transformation des gesamten Güterverkehrs realisiert werden.

Dabei müssen allerdings die verschiedenen Beteiligten – Städteplanerinnen, Handels- und Industrieunternehmen sowie die Flottenbetreiber – eingebunden werden. Denn nur mit intelligenten, innovativen und auch gesellschaftlich akzeptierten Lösungen kann der wachsende Bedarf an logistischen Dienstleistungen in Richtung Klimaneutralität bewältigt werden.

Die Hersteller von Nutzfahrzeugen aller Klassen sind sich dieser Herausforderung bewusst und entwickelten in den vergangenen Jahren Fahrzeuge, die mit alternativen Antrieben umweltfreundlich unterwegs sein können.

Gleichzeitig muss aber auch darüber nachgedacht werden, wie die Bestandsfahrzeuge nach dem Jahr 2035 emissionsfrei betrieben werden können. Und hier rücken die E-Fuels in den Vordergrund (siehe dazu auch der Artikel «E-Fuels als Alternative»). Lange standen im Zusammenhang mit alternativen Antrieben die Elektrotraktion und der Wasserstoff beziehungsweise die Brennstoffzelle im Vordergrund.

Verschiedene Unternehmen im Nutzfahrzeugbereich haben in jüngster Zeit aber noch eine weitere Variante entwickelt, nämlich die Verbrennung von Wasserstoff in einem konventionellen Dieselmotor (siehe dazu auch der Artikel «Es geht auch ohne Brennstoffzelle»). Welcher der alternativen Antriebe das Rennen machen wird, ist derzeit ungewiss.