Sie betreiben Wechat, das eine Milliarde Nutzer hat. Essen, shoppen, fahren, sich versichern – alles in einer App. Bequemlichkeit oder Notwendigkeit?
David Wallerstein: Wenn Menschen unkompliziert zahlen und kommunizieren können, konsumieren sie in der Regel auch mehr. In einer App haben sie alles im Blick. Das ist doch praktisch.

Ohne Wechat gehe in China nichts, heisst es. Anscheinend gilt das auch für chinesische Touristen in der Schweiz. Sie kaufen damit ihre Souvenirs ein, Shops in Luzern oder Interlaken müssen die App fast akzeptieren.
In China kaufen viele Menschen mit Wepay ein. Deshalb ist es für sie ganz normal, zum Smartphone zu greifen und damit zu bezahlen. Das Gleiche machen sie auch gerne, wenn sie im Ausland sind. Das ist eine tolle Chance für Schweizer Tourismusdestinationen.

Träumen Sie davon, dass alle Menschen auf der Welt ausschliesslich Wechat benutzen?
Wir denken nicht in dieser Grössenordnung, sondern wir wollen unsere Dienste ständig verbessern. Unsere User haben viele Wünsche, ihr Engagement ist gross. Deshalb fügen wir unserem Produkt ständig neue Services hinzu. Inzwischen kann man bei Wechat auch eigene Apps bauen und integrieren. Wir könnten auch in anderen Ländern aktiv werden. Aber unser Team konzentriert sich auf China.

Ihnen ist klar, dass Sie so viele User haben, weil zahlreiche Dienste aus dem Westen in China verboten sind.
Wechat ist zu einem wesentlichen Teil der chinesischen Wirtschaft geworden. Wir erfüllen anscheinend die Bedürfnisse der Leute. Man kann im Shop bezahlen, ein Taxi bestellen, einen Termin in einem Spital abmachen, Parkbussen begleichen. Wir wollen eine Verbindung zwischen Menschen herstellen, sei es über Nachrichten oder über Geldtransaktionen.

Über die vielen Nutzer von Wechat freut sich der chinesische Staat, der so zu Daten über die Bürger kommt. Interessiert das den chinesischen Nutzer überhaupt?
Durchaus. Der chinesische Konsument ist sehr empfindlich, was seine Privatsphäre betrifft. Aber wenn Sie die Einnahmen von Tencent betrachten, werden Sie feststellen, dass Werbung bei uns einen kleinen Teil ausmacht. Wir nutzen die Daten unserer Nutzer nicht für Werbung. Weil unsere Kunden keine Werbung mögen. Sie achten genau darauf, wie ihre Daten verwendet werden. Sie akzeptieren Werbung meiner Meinung nach sogar noch viel weniger als die westlichen Nutzer.

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Das ist schwer zu glauben. Die chinesischen Bürger werden ständig überwacht.
Wir reden von der Privatwirtschaft. Dort werden Daten vor allem bei den westlichen Internetdiensten für Werbung benutzt. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die Leute denken, die Chinesen kümmerten sich nicht um ihre Privatsphäre. Die sozialen Netzwerke aus dem Westen sind zwar gratis, dafür werden die Daten der User angezapft. Ich kann nur sagen: Die Leute zeigen auf die Chinesen, aber fragen sich selbst kaum, wie ihre Daten verwendet werden. Ich bezweifle schwer, dass Sie wissen, wo Ihre eigenen Daten überall im Umlauf sind.

«In China betreten immer wieder neue Player die Bühne. Der Markt ist enorm kompetitiv.»

Chinesen zahlen also lieber für Premium, als mit Werbung zugespamt zu werden?
Als ich im Jahr 2001 bei Tencent angefangen habe, waren die Nutzer sehr empfindlich bezüglich Werbung. Wir dachten, wir können unser Businessmodell nicht mit Werbung aufbauen. Dann kamen Facebook und Co. und fanden einen Weg, damit Geld zu machen. Unsere tägliche Herausforderung ist aber die Frage: Ist Tencent für die Menschen wertvoll genug, dass sie bereit sind, dafür zu zahlen? Tencent weiss, dass es sein Geschäftsmodell nicht auf Werbung aufbaut. Deshalb müssen wir immer wieder die Produktmuskeln spielen lassen.

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Dann wird Tencent eine Bank, eine Versicherung, ein Shopping-Portal, ein Taxiservice?
Wir verbinden Menschen mit den besten Technologien.

Am Schluss ist Ihr Unternehmen alles in einem, wie im Buch «The Circle»: eine Firma, die Amazon, Facebook, Google und Alibaba vereint.
Die meisten Services, die wir jetzt anbieten, gab es vor fünf Jahren noch nicht. Wepay mit Wechat miteinander zu verbinden, war kein Spaziergang. Das ist viel Arbeit mit vielen Leuten, diese Dienste miteinander zu verzahnen, zu designen und die User Experience zu verbessern. Manchmal passt es dann, manchmal aber auch nicht.

Der Chinese soll immer mit Tencent zu tun haben, egal ob er in der Apotheke ist oder ein Taxi bestellt.
Das Taxi kann er bei Didi bestellen, mit dem wir eng zusammenarbeiten.

Und an dem auch Tencent beteiligt ist.
Wir unterstützen diese Firma, wie wir auch viele andere Firmen unterstützen. Wir wollen mit diesen Unternehmen zusammen wachsen.

David Wallerstein

David Wallerstein (rechts) mit «Handelszeitung»-Redaktor David Torcasso am Digital Festival in Zürich.

Quelle: Simon Habegger / 13 Photo
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Gibt es in China niemanden, der Ihnen einen Riegel vorschieben will? Und sagt, Ihr Unternehmen ist zu gross? In Europa hat Facebook eine Milliardenstrafe kassiert, weil es sein Datenmanagement nicht im Griff hat.
Tencent ist eine bekannte Firma und wir sind eines der grössten Unternehmen in China. Wir müssen jeden Tag beweisen, dass wir es richtig machen und für die Menschen arbeiten. Das müssen wir ständig belegen: Jeden Morgen, jeden Abend, jede Stunde.

Sie werden nicht reguliert, weil der Staat von Ihrem Dienst profitiert.
Wir sind Marktführer. Deshalb werden wir genau beobachtet.

Sie wollen darauf also nicht näher eingehen. Ein anderer Einwand: Tencent verdient mit jeder Transaktion Geld. Es geht doch darum, dass Menschen möglichst viel auf der App erledigen, damit Sie viel einnehmen.
Nicht immer. Mit einem erfolgreichen Ökosystem können wir externe Unternehmen als Partner gewinnen. Einige haben inzwischen ihre eigenen Angebote bei uns integriert, etwa eigene Zahlungsdienste. Tencent muss ein Teil des Dialogs sein. Dann werden wir als wertvolle Marke wahrgenommen und die Menschen sind bereit, für unsere Dienste zu zahlen.

«The winner takes it all» – auf welche Firma würde das mehr zutreffen als auf Wechat. Ist es den Chinesen egal, dass ihr Leben nur noch auf einer Plattform stattfindet?
Dass wir alles vereinnahmen, behaupten Sie. Als Unternehmen fokussieren wir uns darauf, dem User mehr Wert zu geben. Deshalb integrieren wir auch Drittanbieter. Wir wollen die Barrieren tief halten und es Entwicklern einfach machen, bei uns einen Service aufzubauen. Wechat ist sehr populär in China – aber es gibt auch noch andere Kanäle.

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«Ich würde mich sehr freuen, in Schweizer Startups zu investieren.»

Wie etwa die Shopping-Plattform Tmall. Die gehört ja auch zu Tencent.
In China betreten immer wieder neue Player die Bühne. Der Markt ist enorm kompetitiv. In Europa oder den USA ist das weniger der Fall. Wer fordert schon ernsthaft Amazon oder Facebook heraus? Unsere Konkurrenten hingegen wollen uns ständig Marktanteile streitig machen. Wir müssen aufmerksam bleiben. Eine Möglichkeit ist, unser wachsendes und dynamisches Ökosystem weiter zu beschleunigen. Und neuen Wert für unsere Kunden zu kreieren. So wie etwa das Integrieren von Payment-Services. Wir investieren in andere Firmen, versuchen, unseren Cloud-Service zu etablieren. Das Wachstum soll sich in verschiedenste Richtungen ausbreiten können.

Dann passt Ihr Unternehmen bestens zu China. Ausdehnung scheint der Plan von Chinas Regierung zu sein.
Es geht um die Sichtweise. Leute kommen zu mir und sagen: «Warum ist China so anders als die USA?» Ich antworte dann: «Warum sind die USA so anders als China? Warum nehmen Sie den Westen als Benchmark?»

Sie sind Chief Exploration Officer. Was machen Sie?
Den Titel habe ich mir selbst gegeben (lacht). Tencent hat jetzt eine Erfolgsstufe erreicht, auf der wir uns keine Sorgen mehr machen müssen, wieder von der Bildfläche zu verschwinden. Ich war immer der Typ im Management, der alles Neue pushen wollte. Was passiert im Bereich VR, wo können wir investieren, was ist das nächste grosse Ding? Doch dann begann ich mich vor sechs Jahren plötzlich anderen Fragen zu widmen.

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Was für Fragen?
Was sind die wichtigsten Herausforderungen in der Welt von morgen? Was braucht die Welt wirklich? Was hat die Erderwärmung für einen Impact? Ich denke, es ist zurzeit sowieso ein Umdenken im Management im Gange. Mehr Führungskräfte beginnen, sich solche Fragen zu stellen. Weil sie verstanden haben, dass es ohne die Klärung der existenziellen Fragen auch keinen Profit und kein Wachstum mehr gibt.

Sie haben jahrelang geholfen, eine Firma auf Wachstum zu trimmen. Nun wollen Sie sich der Verbesserung der Welt widmen. Das nehme ich Ihnen nicht ab.
Ich habe mich gefragt, wie wir als Unternehmen diesen Herausforderungen mit Technologie begegnen können. Mein Team und ich investieren in Firmen, die Technologien entwickeln, die einen Beitrag an die Welt von morgen leisten. Firmen, die ökologisch, smart und zukunftsgerichtet handeln. Mein Team sitzt in Palo Alto und wir investieren global und kaum in China. Trotzdem sind meine Mitarbeitenden oft in China, da sie ein Teil des Managementteams von Tencent sind. Sie gehören auch zu den wenigen dort, die nicht aus China stammen.

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Macht das einen Unterschied?
Ich bin Amerikaner. Unser Management ist aber international besetzt: Es gibt Leute aus den USA oder aus Malaysia. Als ich bei Tencent gestartet bin, waren wir 45 Leute. Da war ich tatsächlich der einzige Westler weit und breit – und das über viele Jahre hinweg Und natürlich stamme ich dabei aus einer anderen Kultur.

War es Ihre Rolle, westliche Werte in die Firma zu bringen?
Ich war früher Head of International und kümmerte mich um das Business ausserhalb von China. Ich brachte unsere Dienstleistungen in andere Länder, versuchte, Partner ins Land zu holen. Zu dieser Zeit hatte ich viel mit westlichen Ländern zu tun. Meine Aufgabe war es, aus Tencent eine multinationale Firma zu kreieren.

Eine multinationale Firma, die Inhalte zensiert? Das ist für viele schwer vorstellbar.
Für Leute aus dem Westen ist vieles in China schwer vorstellbar. Der beste Weg, ein Land zu verstehen, ist, es zu besuchen und die Sprache zu lernen. Ein Staat, der weitaus grösser als die USA ist, ist nicht einfach zu verstehen. Die Leute verstehen ja schon nicht, was in den USA abgeht. China ist aber viermal so gross.

Sprechen Sie Chinesisch?
Seit Anfang der 2000er Jahre. Wenn Sie die Sprache nicht verstehen, wird nicht alles zu Ihnen vordringen. Sie werden nicht alle Informationen erhalten. Die Leute sollten sich China gegenüber öffnen und den Dialog suchen.

Die Demokratie aussen vor gelassen: Gibt es etwas, was die Schweiz von China lernen könnte?
Ich hätte eine Idee, möchte Ihnen aber nicht zu nahe treten.

Kein Problem, schiessen Sie los.
Schauen Sie den Klimawandel an: Sie können das Problem analysieren, besprechen, überdenken, diskutieren und verhandeln. Aber Sie können auch handeln. China beherrscht die Kunst des Ausführens. Wenn ein Problem analysiert ist, dann wird es angegangen. Das kann man von Europa nicht wirklich behaupten.

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Tencent Shenzhen

Tencent-Hauptsitz in Shenzhen.

Quelle: Simone Habegger/13 Photo

Der China-Versteher

David Wallerstein kam 2001 zu Tencent und ist Chief Exploration Officer und Senior Executive Vice President beim chinesischen Unternehmen. Von seinem Standort im kalifornischen Palo Alto aus steuert er Tencents Beteiligung an neuen Technologien und Geschäftsfeldern.

Davor baute Wallenstein die internationale Präsenz von Tencent aus und expandierte in neue Geschäftsfelder. Vor Tencent arbeitete er bei Naspers in China und war für Investitionen und Strategie verantwortlich.

Er hat einen Master-Abschluss von der UC Berkeley und einen Bachelor-Abschluss von der University of Washington. David Wallerstein kam als Referent zum Digital Festival nach Zürich. Dort diskutierten rund 3000 Besucher über Technologie, Innovation und Digitalisierung.

Natürlich kann China schnell handeln. Wenn dort selbstfahrende Autos getestet werden, dann gibt es keine Möglichkeit, politisch dagegen vorzugehen.
Das ist eine starke Vereinfachung. Es gibt auch in China haufenweise Diskussionen über selbstfahrende Autos. Aber schauen Sie doch die Entwicklung von China in den letzten dreissig Jahren an. Brücken wurden gebaut, Tunnels, Hochhäuser, Kraftwerke. Wir bauen Solarkraftwerke und auch Kohlekraftwerke. Wir bauen ständig etwas. Das ist eine Disziplin, ein Mindset, dass wir Projekte umsetzen.

Ist die Anschwärzung der fehlenden Demokratie in China eine Ausrede für Europa, nicht genug agil zu sein?
Was machen wir als Nächstes? Diese Frage stellen sich nicht so viele Menschen in ihrem täglichen Leben. Was ist das Ziel für Sie, was ist das Ziel für die Schweiz, für unseren Planeten? Definieren Sie es und dann legen Sie los. Von China können wir lernen, wie schnell sich eine Gesellschaft modernisieren kann, wie schnell die Infrastruktur sich verändern kann. Das ist notwendig für das 21. Jahrhundert, in dem wir unsere Häuser, unsere Landwirtschaft, unsere Energie, unsere ganze Infrastruktur so rasch wie möglich upgraden und uns von den fossilen Energieträgern verabschieden müssen. Dafür muss der Privatsektor, der Staat – müssen alle – zusammenarbeiten. Das gelingt in China besser als anderswo.

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Der Erfolg von Tencent beruht also auf dem Glauben an ein Ökosystem. Dehnen Sie das auf die Welt aus? Kennt in zehn Jahren jeder in der Schweiz Tencent?
Unser Ziel ist nicht, dass uns die ganze Welt kennt. Wir wollen etwas Wertvolles für unsere Kunden erschaffen. Natürlich freuen wir uns, wenn Tencent bekannt ist. Wir wollen aber vor allem Ideen von Menschen umsetzen, die unseren Planeten verbessern. Deshalb rede ich in letzter Zeit viel über den weltweiten Wasserkreislauf oder die Landwirtschaft. Vielleicht löst das bei einem Schweizer Gründer eine Idee für ein innovatives Geschäftsmodell aus.

Haben Sie Partner in der Schweiz?
Wir betreiben Shopping-Plattformen, bei denen wohl auch Schweizer Marken vertreten sind. Aber das gehört nicht zu meinem Aufgabenbereich. Ich schaue mich nach neuen Technologien um, die sich den grossen Herausforderungen der Menschheit stellen.

Das Schweizer Startup Climeworks kann CO2 aus der Luft filtern. Das wäre doch was für Sie.
Ich kenne die, habe schon ihre Anlagen besucht.

«In China fühlen sich die Leute durch die Technologie ermächtigt, nicht ohnmächtig.»

Investieren Sie in Schweizer Startups?
Ich würde mich sehr freuen, in Schweizer Startups zu investieren. Ich habe aber bisher noch kein Investment getätigt. In Deutschland ja, aber nicht in der Schweiz.

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Vermissen Sie China, wenn Sie im Silicon Valley sind?
Ich lese in den Staaten mehr westliche Medien. Und dann denke ich: Es ist alles etwas seltsam mit China, etwas konfus. Wenn ich dann aber in das Land zurückkehre, stelle ich fest: Alle sind positiv, alle sind produktiv.

Menschen in China sind positiv – mit dieser Regierung? Schwer zu glauben.
Die Leute fühlen sich durch die Technologie ermächtigt, nicht ohnmächtig. Und sie denken unternehmerisch. Jeder überlegt sich, wie und wo er ein Business aufziehen kann, mit wem er zusammenarbeiten könnte, wo das nächste Big Thing ist. Es ist ein Umfeld, welches Unternehmertum fördert und damit verbunden Innovation hervorbringt. Wenn man dieses Denken hat, überlegt man: Will ich ein Teil der Zukunft sein? Wenn diese Denkweise durch die ganze Gesellschaft geht, prägt das ein Land. Wir sind eine Startup-Nation. Wir freuen uns auf die Zukunft. Andere Länder wollen vielleicht gar keine Zukunft, sind nostalgisch.

Wie sieht China in zehn Jahren aus? Wie sehen die USA aus?
Man muss das trennen. Es geht nicht um Länder, es geht um Menschen. Man muss sich überlegen, was die Leute in zehn Jahren fühlen. Was denken sie, was wollen sie kaufen, was wollen sie schmecken? Lernen mehr Menschen Chinesisch? Betreiben sie mehr Sharing Economy? Was tun die Menschen? Der andere Aspekt ist unsere Umwelt: Die Welt wird 2030 rund 8,5 Milliarden Menschen zählen. Was sind die Bedürfnisse? Wie werden sich die Menschen bewegen? Wohnen sie in Städten? Was werden sie essen? Ich sehe eine Welt, die umso stressiger wird, je weniger wir sie verändern.

Alle wollen die Welt verändern.
Das ist gut so. Wir spüren jetzt die Auswirkungen unseres dynamischen Klimas – und müssen uns überlegen, wie wir damit umgehen können. Der Klimawandel ist in vollem Gange. Wir müssen die Menschen mit diesen Fakten konfrontieren, ohne emotional zu werden. Und handeln. Klar ist: Die Sonne scheint auch in zehn Jahren noch auf die Erde.

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A WeChat messaging app logo is seen on an Android portable device on February 5, 2018. WeChat is one of the most popular messaging apps in China. (Photo by Jaap Arriens/NurPhoto via Getty Images)

QQ hiess das erste Produkt von Tencent, es wurde 1999 lanciert. Zehn Jahre später entstand Wechat.

Quelle: NurPhoto via Getty Images

Der IT-Gigant

Tencent wurde 1998 in Shenzhen von Ma Huateng, Pony Ma genannt, und Zhang Zhidong, Tony Zhang genannt, gegründet. Bei der Gründung des Internet-Giganten waren auch amerikanische Risikokapitalgeber involviert. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 50 Milliarden Dollar gehört Tencent zu den grössten Unternehmen weltweit. Es beschäftigt rund 50'000 Mitarbeitende.

Wechat: Das erste Produkt des Unternehmens hiess QQ und wurde 1999 lanciert. Zehn Jahre später entstand Wechat. Die App hat rund eine Milliarde Nutzer in China. Wechat stösst auf heftige Kritik: Die Plattform zensiere politisch heikle Inhalte und gebe Daten der User an die Regierung in Peking weiter. Der Konzern bestreitet immer wieder, dass er die Privatsphäre der Nutzer missbrauche.

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