Elon Musk sucht nach einer Umfrage unter den Twitter-Usern über seine Zukunft als CEO des Kurznachrichtendienstes aktiv nach einem Nachfolger. Das berichtete der Sender CNBC am Dienstag unter Berufung auf Insider. Twitter war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen. 

Musk, der Twitter erst Ende Oktober übernahm, hatte sich nach Kritik an seinem Führungsstil einer Abstimmung der Twitter-Nutzer gestellt. Diese stimmten mit 57,5 Prozent für einen Rückzug Musks von der Spitze des US-Konzerns. Musk selbst hat sich bisher noch nicht zu dem Abstimmungsergebnis geäussert, hat sich aber zu einer indirekten Reaktionen hinreissen lassen. Einen Tweet eines Users mit Hang zu Verschwörungstheorien, der eine Verzerrung der Abstimmungsresultate durch Bots vermutet, kommentierte der Twitter-Chef mit «interesting». Zudem hat Musk angekündigt, künftig nur noch die Bezahlkundschaft bei Umfragen abstimmen zu lassen.

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Mögliche Nachfolger werden gehandelt

 

Sollte Musk tatsächlich seinen Chefsessel bei Twitter-Chef räumen, stehen schon einige Kandidaten für seine Nachfolge bereit. Als einer der Favoriten wird der Investor Jason Calacanis gehandelt. Musk hatte bereits während der Verhandlungen für die Twitter-Übernahme gefragt, ob er sein strategischer Berater sein wolle, falls der Twitter-Deal zustande käme. Calacanis schwor ihm einer Textnachricht die Treue: «Vorstandsmitglied, Berater, was auch immer... Du hast mein Schwert», schrieb Calacanis. «Bringe mich ins Spiel, Coach! Twitter-CEO ist mein Traumjob.»

Ebenfalls im Rennen um die Nachfolge ist der rechtsgerichtete Risikokapitalgeber David Sacks. Er und Calacanis waren beide Teil eines «War Room»-Komitees, mit dem Musk in seinen Anfangstagen bei Twitter über die künftige Strategie diskutierte. Calacanis führte seine eigene Twitter-Umfrage durch, in der er die Leute fragte, ob sie der Meinung sind, dass er oder Sacks Twitter leiten sollte, oder eine Kombination aus beiden. Sacks erhielt 31 Prozent der Stimmen, 39 Prozent stimmten für «other». 

(reuters/awp/mth)