Nun scheint es doch noch zu klappen: Nachdem der Tech-Gigant Samsung sein faltbares Smartphone im Frühling nach Problemen mit dem Display zurückziehen musste, scheinen die Koreaner nun auf diese neue Art von Smartphone zu setzen.

Vor einem Jahr hatte Samsung einen ersten Prototypen an seiner Entwicklerkonferenz SDC in San Francisco präsentiert. Nun legen die Koreaner an der diesjährigen Ausgabe der Konferenz in San Jose im Silicon Valley nach: Neben dem aktuellen «Galaxy Fold» soll ein weiteres ähnliches Smartphone mit faltbarem Bildschirm erscheinen.

Bei diesem Modell soll das Smartphone aber nicht wie ein Buch aufgeschlagen, sondern horizontal zusammengeklappt werden. Wie damals bei den alten Klapp-Handys, aber natürlich ohne Tastatur. Samsung nennt das einen neuen «Form-Faktor» bei den Falt-Smartphones. Details zur «Hoch-Faltung» sollen in einigen Monaten folgen. 

Hype oder neue Kategorie?

Falt-Handys sollen aber nicht nur ein kurzfristiger Trend sein, sondern zumindest die Zukunft von Samsung prägen: «Wir werden weitere Investitionen im Bereich der faltbaren Smartphones tätigen», verkünden die Produktverantwortlichen von Samsung an der Konferenz. Anscheinend will der grösste Smartphone-Hersteller der Welt mit der Präsentation eines weiteren Falt-Telefons ein Zeichen für die Industrie setzen. Man räume der Kategorie «Foldable» grosses Potenzial ein.

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In der Schweiz war das «Galaxy Fold» einige Tage nach der Einführung Mitte Oktober bereits ausverkauft, heisst es von Samsung Schweiz. Doch wie viele Exemplare hierzulande bereits über den Ladentisch gingen – zumal zu einem stolzen Preis von 2'100 Franken –, will das koreanische Unternehmen nicht verraten. 

Bei welcher Produktkategorie weiter «gefaltet» werden soll, wie teuer die Geräte sind und wann sie auf den Markt kommen, ist ebenfalls unklar.

Doch nicht nur Samsung scheint mit der Ankündigung von weiteren Falt-Telefonen an diese neue Produktkategorie zu glauben, sondern auch andere Hersteller: Das Mate X von Huawei, ebenfalls mit faltbarem Display, soll im November in China erscheinen.

Andere chinesische Hersteller wie Oppo oder Xiaomi arbeiten ebenfalls an faltbaren Smartphones. LG oder Microsoft würden ebenfalls an Geräten aus dieser Produktkategorie arbeiten, heisst es auf Techportalen.

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Revival des Klapphandys

Ebenso Motorala, dessen «Razor»-Modell Mitte der 2000er-Jahre zu einem der populärsten Klapphandys überhaupt wurde. Nun soll eine neue Version erscheinen – diesmal natürlich ohne Tastatur und mit einem durchgehenden Display.

Ob die faltbaren Telefone der Befreiungsschlag für die stagnierende Smartphone-Industrie sind, wird sich zeigen. Letztlich entscheidet der Konsument, ob sich faltbare Displays als neuer Standard bei Smartphones durchsetzen oder ob es eine temporäre Spielerei mangels echten Innovationen bleibt. 

(tdr)