Tesla expandiert auch hierzulande ins Geschäft mit Batterien fürs Haus. Damit ist die Schweiz das vierte Land in Europa, in dem die so genannte Powerwall angeboten wird.

Dieser Stromspeicher fürs Eigenheim wird tagsüber von einer Solaranlage auf dem Dach gefüllt, wenn die Sonnenkollektoren mehr Strom erzeugen, als der Haushalt benötigt. Damit könne man die Abhängigkeit vom Stromnetz reduzieren, erklärte Robert Bruchner, der Leiter der Tesla-Energiesparte für die deutschsprachigen Länder, am Dienstag vor den Medien in Zürich. Denn mit dem Heimspeicher sei der eigene überschüssige Solarstrom auch in der Nacht verwendbar.

Strom für zwei Staubsauger

Zudem biete die Powerwall eine Notstromversorgung: Bei einem Netzausfall könne ein Teil des Hauses weiter versorgt werden.

Genialer Ansatz

Die Strategie von Tesla ist nicht chaotisch, sie ist brilliant. Warum? Mehr dazu hier.

Für einen Haushalt mit 130 Quadratmetern schätzt Tesla den Stromverbrauch an einem typischen Tag auf 20 Kilowattstunden (kWh). Die Powerwall bietet voll aufgeladen eine Speicherkapazität von 13,5 kWh.

Zeitgleich können maximal 3,6 Kilowatt an Leistung aus dem Speicher abgerufen werden. Damit könnte man 3,6 Waschmaschinen während einer Stunde Wäsche waschen lassen oder 7,2 Tage den Kühlschrank kühlen oder etwa zwei Staubsauger gleichzeitig laufen lassen, rechneten die Tesla-Verantwortlichen vor.

Bis zu 10 Powerwalls gleichzeitig

Werde kurzzeitig mehr Energie verbraucht, werde diese aus dem Stromnetz bezogen, hiess es. Ein solcher Heimspeicher kostet hierzulande mit der dazugehörigen Schaltelektronik 9'500 Franken. Für grössere Häuser könne man bis zu 10 Powerwalls miteinander installieren, erklärte Tesla.

Zu Verkaufszahlen wollte Bruchner nichts sagen. Auch die Absatzziele für die Schweiz gebe Tesla nicht bekannt.

Tesla expandiert und baut eine «Gigafactory» bei Berlin. Erfolg versprechend? Dazu unsere Umfrage:

 

Anzeige

(sda/me)