Das Erste, was das Auge erblickt, ist ein pechschwarzer Leopard: Aus Bronze gegossen, steht er lebensgross auf einem Sockel vor dem Haupteingang. Schön? Ja. Passend? Na ja: Die Statue ziert nämlich weder die Pforten eines Luxushotels in Miami Beach, noch steht sie am Eingang eines Wildtierreservats in Afrika, sondern starrt zum Haupteingang der Goldschmiede Wellendorff. In Pforzheim, Deutschland.

Die Daseinsberechtigung des Exoten am Nordrand des Schwarzwalds rückt Christoph Wellendorff verbal zurecht: «Er ist schön, stark, elegant und klug – genau wie wir.» Dann lacht er. Nicht, weil er einen Witz gemacht hätte, sondern weil er nicht zu selbstverliebt, gar arrogant rüberkommen will.

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