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Andreas Schönenberger: Das ist der neue Salt-Chef

Schönenberger: Ex-Google-Mann mit ETH-Vergangenheit. Keystone

Salt-Besitzer Xavier Niel hat einen Ersatz für Johan Andsjö gefunden. Der neue Chef der Nummer drei im Schweizer Telekom-Markt ist promovierter Physiker und in der Branche kein Unbekannter.

Veröffentlicht am 25.01.2016

Andreas Schönenberger ist der neue Chef des Swisscom- und Sunrise-Rivalen Salt. Das teilte die Nummer drei am Schweizer Telekom-Markt am Montagmorgen mit. Schönenberger ist ehemaliger Chef der Schweizer Google-Niederlassung und sitzt in verschiedenen Verwaltungräten, darunter Sanitas Krankenversicherungen, Publigroupe, Zanox und Bisnode.

Schönenberger werde ab 15. März als neuer CEO eine Schlüsselrolle bei der Festigung des Management-Teams von Salt haben, schreibt die Firma im Communiqué. Als Präsident von Smama (the swiss mobile association) und als Verwaltungsrat bei Mobilezone kenne er das Business umfassend, begründet Salt den Entscheid.

«Neue Herausforderung»

«Mich reizt die neue Herausforderung, Salt und das Team in die nächste Wachstumsphase zu führen und zu unterstützen. Ich bin begeistert, einen erfahrenen und erfolgreichen Eigentümer zu haben, der eine langfristige Perspektive verfolgt», so der neue CEO. Schönenberger promovierte in Theoretischer Physik an der ETH Zürich und hält einen MBA der London Business School.

Andreas Schönenberger folgt auf den Schweden Johan Andsjö, der im Dezember überraschend das Handtuch warf. Über den Grund des Scheidens hat sich Salt nie offiziell geäussert. Das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» berichtete Mitte Januar, Andsjö sei nicht mehr bereit gewesen, sich voll für die neue Strategie von Xavier Niel einzusetzen.

Schillernder Besitzer

Der Milliardär Xavier Niel ist seit rund einem Jahr am Ruder bei Salt. Der in Paris lebende Self-Made-Mann krempelt seit Jahren den französischen Telekommarkt um. Unter der Marke «Free» mischt er die Konkurrenz auf und unterbietet die Tarife der Marktführer deutlich.

Sein Einstieg bei Salt im Dezember 2014 hat damals für ein Rütteln im Schweizer Markt gesorgt. Die Kaufankündigung schickte die Aktien des Branchenprimus Swisscom seinerzeit auf Tauchfahrt. Die Telekomtitel verloren weit über fünf Prozent. Händler sprachen davon, dass der neue Orange-Besitzer einen ähnlichen Schock auf dem Schweizer Markt auslösen werde, wie ihn die französische Branche erlebt hat.

(ise)

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