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Reputation
Angst vor Image-Schaden: Nestlé beendet Sponsoring

Nestlé beendet Sponsoring mit Leichtathletik-Weltverband
Nestlé: Kein Abklatschen mehr am IAAF-Kids-Event. Keystone

Nestlé zieht sich von Marketing-Aktivitäten in der Leichtathletik zurück. Zu mies ist das Image des Weltverbandes IAAF wegen diverser Doping-Skandale.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF verliert einen weiteren Sponsor: Nestlé will die Zusammenarbeit beenden. Der Lebensmittelkonzern ist Hauptsponsor des Nachwuchsprogramms «Kids Athletics».

«Angesichts der negativen öffentlichen Wahrnehmung bezüglich Korruptionsvorwürfen und Dopings» wolle Nestlé sein Engagement als Hauptsponsor des IAAF-Programms «Kids Athletics» mit sofortiger Wirkung beenden, geht am Mittwochabend aus einer Stellungnahme der Westschweizer an AWP hervor.

Reputationsrisiko für Nestlé

«Wir glauben, dass sich dies negativ auf unsere Reputation und das Image auswirken könnte und werden daher den bestehenden Vertrag mit der IAAF beenden, der 2012 geschlossen wurde», so Nestlé. Man habe die IAAF über den Schritt bereits informiert und warte auf eine formale Bestätigung.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF will die sofortige Beendigung des Sponsorenvertrages für das Programm «Kids Athletics» allerdings nicht akzeptieren. «Wir sind verärgert und bestürzt über die Ankündigung. Wir werden es nicht akzeptieren», sagte IAAF-Präsident Sebastian Coe laut einer Mitteilung des Verbandes am Mittwochabend. «Es sind die Kinder, die darunter leiden.» Die IAAF sei mit Nestlé über das letzte Jahr der fünfjährigen Partnerschaft für das Kinder-Programm im Gespräch.

Hauptsponsor seit 2012

Nestlé ist seit Januar 2012 Hauptsponsor von «Kids Athletics», einem Trainingsprogramm für Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren. Der Vertrag läuft ursprünglich noch bis 2017.

Nach Angaben der IAAF haben rund 15 Millionen Kinder im Alter zwischen 7 und 12 Jahren in 76 Ländern an dem «Kids Athletics»-Programm teilgenommen und wurden so an die Leichtathletik herangeführt. In diesem Jahr soll es auf weitere 15 Länder ausgedehnt werden. Rund drei Millionen Kinder sollen damit erreicht werden.

Adidas als Pionier

Bereits Ende Januar war bekanntgeworden, dass der Sportartikelhersteller adidas erwäge, seine Zusammenarbeit mit der IAAF zu beenden und vorzeitig aus dem noch vier Jahre laufenden Sponsoringvertrag aussteigen zu wollen. Das Unternehmen aus Franken ist neben Canon, Seiko, TDK, Toyota, TBS und Mondo einer der sieben grossen Partner des Weltverbandes.

(ama, mit Nachrichtenagenturen)

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