Produkte die aus Taiwan stammen müssen das Label «Made in China» tragen. So will es die Volksrepublik. Apple hat seine Lieferanten nun aufgerufen dieser Anordnung zu folgen.

Alle in Taiwan hergestellte Teile und Komponenten sollen mit «Chinesisch Taipeh» oder «Taiwan, China» angeschrieben werden, wie das asiatische Newsportal «Nikkei Asia» schreibt.

Denn viele Apple-Produkte werden in chinesischen Fabriken hergestellt mit Teilen aus Taiwan, wie etwa Mikrochips. 

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Chinesische Zollregeln sind seit Pelosi-Besuch knallhart

Dabei mussten Bestandteile aus Taiwan bei der Einführung in China schon immer so gelabelt werden. Das solle verhindern, dass Taiwan als unabhängiger Staat wahrgenommen wird, heisst es weiter.

Oft nahmen es die chinesischen Zollbehörden aber nicht so genau. Doch seit dem Besuch der US-Politikern Nancy Pelosi auf der Insel, werden die Zollregeln verschärft.

Sendungen mit dem Aufdruck «Made in Taiwan» drohen lange Untersuchungen am chinesischen Zoll. Das führt zu Verspätungen.

Im schlimmsten Fall droht sogar eine Geldstrafe von 4000 Yuan, was umgerechnet etwa 592 Dollar sind oder aber die Sendungen werden abgelehnt.

Apple will Notfallplan, um Etiketten zu ändern

Das Problem: Taiwan verlangt von Herstellern im eigenen Land, dass sie Produkte mit «Made in Taiwan» labeln. Lieferanten stehen vor einem Dilemma.

Apple hat die Logistikunternehmen darum dazu angehalten Notfallpläne zu machen, um Etiketten schnell abändern zu können.

So soll ein Versandchaos und weitere Unterbrechungen der Lieferkette vermieden werden. Schliesslich soll im Herbst das neue iPhone auf den Markt kommen.

(bsc)