Der Augenheilkunde-Spezialist Alcon hat im Schlussquartal 2019 mehr Umsatz gemacht und damit auch im Gesamtjahr. Unter dem Strich blieb allerdings ein Verlust, was der Konzern mit Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte erklärt. Operativ sieht sich Alcon gut aufgestellt.

Der Umsatz stieg im vierten Quartal um rund 5 Prozent auf 1,88 Milliarden US-Dollar und damit im Gesamtjahr 2019 auf 7,51 Milliarden. Beide Konzernsparten verzeichneten 2019 Wachstum, sowohl die Augenchirurgie-Division «Surgical», zu der Intraokularlinsen, die Geräte-Ausrüstung und Verbrauchsmaterialien zählen, als auch die Augenpflege-Division «Vision Care».

Operativ schrieb Alcon allerdings einen Verlust von 187 Millionen Dollar, nachdem es im Vorjahr -248 Millionen waren. Belastet wurde die Profitabilität unter anderem von hohen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, welche nicht cash-relevant sind, Trennungskosten vom früheren Mutterkonzern Novartis und Transformationskosten, wie aus einer Mitteilung vom späten Dienstagabend hervorgeht.

Kern-Gewinn von 925 Millionen Dollar

Der um diese Faktoren bereinigte so genannte Kern-Betriebsgewinn erreichte derweil 1,27 Milliarden nach 1,21 Milliarden 2018. Die entsprechende Marge erhöhte sich um 20 Basispunkte auf 17,2 Prozent.

Unter dem Strich schrieb Alcon einen IFRS-Verlust von 656 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahr ein Fehlbetrag von 227 Millionen resultiert hatte. Der Kern-Gewinn wurde jedoch mit 925 Millionen angegeben.

Im vierten Quartal allein war es ein Reinverlust von 91 Millionen Dollar nach einem solchen von 73 Millionen im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis wird mit 223 Millionen beziffert.

Mit den Zahlen hat Alcon die Erwartungen der Finanzgemeinde mehr oder weniger erfüllt. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Durschnitt einen Jahresumsatz von 7,44 Milliarden Dollar erwartet, einen Verlust von 625 Millionen sowie einen Kern-Gewinn von 926 Millionen.

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David Endicott: 2019 als grosser Meilenstein

Das vergangene Jahr sei ein grosser Meilenstein für die Geschichte von Alcon gewesen, liess sich CEO David Endicott zitieren. «Wir haben unseren Spin-Off als unabhängiges Unternehmen vollzogen, starkes Umsatzwachstum geliefert und unsere Kern-Profitabilität verbessert.»

Es sind die ersten Jahreszahlen als eigenständiges Unternehmen. Denn das vierte Quartal ist erst das dritte, in dem Alcon eigenständig gewirtschaftet hat. Die neue Firma war Anfang April als Abspaltung von Novartis an die hiesige Börse gekommen.

Für das laufende Jahr rechnet Alcon mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent zu konstanten Wechselkursen, wie es weiter hiess. Die bereinigte Betriebsgewinnmarge soll sich 2020 auf 17,5 bis 18,5 Prozent verbessern.

Alcon hatte in der Vergangenheit Mittelfristziele auch kommuniziert. Demnach soll das Wachstum jährlich im mittleren einstelligen prozentualen Bereich liegen und die Kern-Betriebsmarge im tiefen bis mittleren 20-Prozent-Bereich ansteigen.

(awp/gku)

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