Wer in den letzten Jahren als Fachmann oder Kunde den Brand Axima als ein führendes Unternehmen der Energie- und Gebäudetechnik wahrgenommen hat, muss sich jetzt neu orientieren: Seit dem 1. September 2009 firmiert die ehemalige Sulzer Infra (bis 2001) neu unter dem Namen Cofely am Schweizer Markt. Der Grund für die Neubenennung: Der Mutterkonzern GDF Suez will in Europa eine einheitliche und europaweit führende Marke im Bereich der Energie- und Umwelteffizienz lancieren. Gefragt, ob er denn nicht auch gewisse Bedenken bezüglich der Umbenennung in Bezug auf die langjährigen Kunden hege, betont Ronald Schlegel, der alte und neue CEO: «Nein, denn ausser dem Namen wird sich für die Schweizer Kunden kaum etwas ändern.»

Ein Bereich von GDF Suez

Wer ist Cofely? Mit rund 35000 Beschäftigten in 15 Ländern ist das französische Unternehmen in Europa der führende Anbieter für Energieeffizienz- und Umweltlösungen. Als Teil des Bereichs Energy Services von GDF Suez, einem der renommierten Energiekonzerne der Welt, entwickelt und realisiert das Unternehmen Lösungen, um die Energieressourcen besser zu nutzen und die Umwelteinflüsse zu reduzieren. Diesem Anspruch will das Unternehmen durch einen intensiven Know-how-Transfer gerecht werden, dessen Basis konzernweit über 1400 Beschäftigte im Bereich Forschung und Entwicklung sind.

Cofely versteht sich als Partner für den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden. Dieser beginnt bei der Planung und Realisierung von gebäudetechnischen Anlagen und setzt sich fort bis zu Unterhalt, Betrieb und allfälliger Renovation.

In der Schweiz vertreten jetzt rund 1600 Beschäftigte die Marke Cofely. Die Schweizer Tochter verfügt über 30 Standorte und über eine 130jährige Erfahrung (vormals als Sulzer-Tochter). Betreut werden primär Kunden aus den vier Bereichen Industrie, Dienstleistung, öffentliche Hand sowie Private. Im Bereich Industrie zählen Pharma- und die Chemie sowie die Lebensmittel- und Maschinenindustrie zu den Hauptkunden. Bei den Dienstleistern werden vornehmlich Banken und Versicherungen betreut.

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Bisher war Axima Schweiz mit den drei Geschäftsbereichen Anlagenbau, Service und Facility Management aufgetreten. Unter dem neuen Namen präsentiert sich Cofely anhand von sieben Kompetenzfeldern: Neben Gebäudetechnik, Service und Facility Management werden erneuerbare Energien, Kältetechnik, Gebäudeautomation und Reinraumtechnik stärker in den Vordergrund gerückt. Insbesondere in den erneuerbaren Energien und der Gebäudeautomation sieht der CEO noch Zukunftspotenzial (siehe «Nachgefragt»).

Von den Partnern profitieren

Welche längerfristigen Ziele werden von Cofely in der Schweiz anvisiert? «Wir wollen den Vorteil einer starken europäischen Marke nutzen. Zudem können wir künftig vermehrt vom Know-how und der Erfahrung unserer europäischen Nachbarn profitieren», erklärt Schlegel.

 

 

nachgefragt


«Wollen Geschäft ausbauen»

Ronald Schlegel ist CEO der Cofely Schweiz AG in Zürich.

Die Axima firmiert ab 1. September 2009 unter dem neuen Namen Cofely. Was ist der Grund für das Rebranding?

Ronald Schlegel: Mit der neuen Namensgebung schafft unser Mutterkonzern GDF Suez eine einheitliche und europaweit führende Marke im Bereich der Energie- und Umwelteffizienz für den Lebenszyklus von Gebäuden und Anlagen.

Wird die Neubenennung nicht hohe Kosten zur Folge haben?

Schlegel: Es ist klar, das ein Namenswechsel Kosten verursacht. Der neue Auftritt ist moderner und entspricht unserer Strategie besser. Er ist somit auch eine Investition in die Zukunft.

Kommt es bei der Schweizer Tochter von Cofely nun zu einer Ausweitung der Marktaktivitäten?

Schlegel: Ja, denn wir wollen unsere führende Marktposition im bisherigen Geschäft - Gebäudetechnik, Service und Facility Management - weiter ausbauen. Zudem sehen wir in den Bereichen erneuerbare Energien und Gebäudeautomation ein grosses Zukunftspotenzial. Dort wollen wir unsere Aktivitäten noch verstärken.

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