Mit mindestens 200 000 Franken muss man rechnen, es können aber auch mehrere Millionen sein: Wer heute einen alten Bugatti kaufen will, braucht das entsprechende Budget.

Doch zuerst müsste man einen Bugatti-Besitzer finden. Sie gelten als verschworene Gemeinschaft. Gegenüber der Öffentlichkeit bleiben sie lieber anonym – aus Angst vor Neidern und vor Steuerbehörden, heisst es.

In der Schweiz befinden sich zehn Prozent aller noch existierenden Wagen des legendären Konstrukteurs Ettore Bugatti. Das sind etwa 100 Stück. Einige Sammlungen sind besonders schön, aber ihre Besitzer sind, wie erwähnt, diskret. Das gilt auch für «Monsieur Gaston», der mit über 100 Oldtimern – darunter vier Bugatti – weltweit eine der bemerkenswertesten Sammlungen besitzt, in der Öffentlichkeit aber lediglich unter seinem Pseudonym auftritt.

48 Besitzer sind heute im Bugatti Club Suisse vertreten, sie besitzen insgesamt 98 der Raritäten. Nach dem britischen Bugatti Owners Club ist er der zweitälteste Bugatti-Club weltweit, er wurde 1935 gegründet, zum Ehrenpräsidenten wurde Ettore Bugatti höchstpersönlich erkoren.

Für Zuwachs könnten die traumhaften Preise sorgen, die derzeit für die Autos erzielt werden. Seit 40 Jahren steigt ihr Wert ständig, in den letzten Jahren um 10 bis 20 Prozent. Das, so klagt der Bugatti Club Suisse, bringe auch Probleme mit sich: Die Preisentwicklung ziehe mitunter dubiose Menschen an. KF

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