Der britische Industrie-Softwareanbeiter Aveva und Schneider Electric aus Frankreich nehmen Insidern zufolge einen neuen Anlauf für einen Zusammenschluss. Aveva könne bereits am Dienstagmorgen die Fusion zu einem Unternehmen mit einem Wert von mehr als drei Milliarden Pfund (3,3 Milliarden Euro) bekanntgeben, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person.

Dabei würde Schneider einen Mehrheitsanteil von Aveva übernehmen und den Aktionären mehr als 800 Pence je Aktie in bar zahlen. Zugleich werde der französische Elektronikkonzern sein eigenes Softwaregeschäft in die britische Firma einbringen, die auch an der Londoner Börse notiert bleibe.

Es ist der dritte Versuch

Vor den aktuellen Plänen hatten die beiden Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren bereits zwei Mal versucht, eine Hochzeit zu arrangieren. Die Pläne waren aber immer geplatzt. Aveva ist eine Abspaltung der Universität Cambridge. Das Unternehmen bietet Software an, die beim Bau von Ölbohr-Plattformen, Schiffen und Atomreaktoren genutzt wird. Ein Schneider-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab, Aveva reagierte zunächst nicht auf Anfragen. Zuerst hatte Sky News über das Vorhaben berichtet.

(reuters/mbü)

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