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Energiekonzern
Axpo-Chef Andrew Walo verlässt das Unternehmen

Andrew Walo

Axpo-Chef Walo: Nachfolgeprozess gestartet.

Quelle: Keystone

Der Chef verlässt den Energiekonzern bis spätestens Ende Jahr. Den Wechsel zu einem Schweizer Konkurrenten schliesst Walo aus.

Veröffentlicht am 19.06.2019

Der Energiekonzern Axpo muss einen neuen Firmenchef suchen: CEO Andrew Walo verlasse das Unternehmen bis spätestens Ende 2019, teilte Axpo am Mittwoch mit. Der Nachfolgeprozess sei bereits im Gang.

Walo, der seit Februar 2014 Konzernchef ist, habe sich entschieden, «neue Pläne» ausserhalb des Unternehmens zu verfolgen. Er werde seine Funktionen aber weiter ausüben, bis die Nachfolge geregelt ist, hiess es weiter. 

Erst mal Auszeit

An einer Telefonkonferenz begründete Walo den Abgang mit persönlichen Motiven. Er habe fünf «interessante, aber auch intensive» Jahre als CEO von Axpo hinter sich und möchte nach seinem Abgang «eine kleine Auszeit nehmen». Dann wolle er sich auch Gedanken über seine weitere berufliche Zukunft machen, zu der es derzeit noch keine Pläne gebe.

Walo betonte, dass die Initiative für den Wechsel von ihm gekommen war. Er sei am letzten Wochenende 56 Jahre alt geworden. Da bleiben ihm «noch sicher fünf bis sieben Jahre», um neue operative Aufgaben zu übernehmen. 

Kein Wechsel zu einer Schweizer Konkurrentin

Den Wechsel zu einem anderen Schweizer Stromunternehmen schliesst Walo indirekt aus. «Es gibt in der Schweiz in der Energiebranche kein spannenderes Unternehmen als Axpo.» Er könne es sich daher kaum vorstellen, bei einem anderen Stromkonzern anzuheuern. Die Frage, ob ein Wechsel ins Ausland denkbar wäre, beantwortete Walo nicht. 

Axpo-Präsident Thomas Sieber verneint einen Zusammenhang zwischen dem Abgang und der neuen Unternehmensstrategie des Stromkonzerns. Derzeit werden die Eignerstrategie und der Aktionärsbindungsvertrag überarbeitet. Axpo gehört voll den Nordostschweizer Kantonen und Kantonswerken. Der Prozess zu dieser Erneuerung sei bereits vor zwei Jahren gestartet worden, so Sieber. An der strategischen Ausrichtung werde sich nichts ändern. Andrew Walo kommentierte einen möglichen Zusammenhang mit seinem Abgang jedoch nicht. 

(hec/awp/gku)

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