Das Biopharma-Unternehmen Basilea schliesst mit dem US-Pharmamulti Pfizer eine lukrative Lizenzvereinbarung ab. Für die Herstellung und den Vertrieb des Medikaments Cresemba könnten bis zu einer halben Milliarde Franken fliessen.

Wie Basilea mitteilte, erhält das einstige Roche-Spin-Off eine Abschlagszahlung von 70 Millionen Franken und hat bei Erreichen gewisser Meilensteine Anspruch auf weitere Zahlungen in Höhe von bis zu 427 Millionen Dollar. Darüber hinaus erhält Basilea Lizenzgebühren im zweistelligen Prozentbereich auf die von Pfizer in ihrem Territorium erzielen Umsätze.

Gegen Schimmelpilze

Im Gegenzug erhält Pfizer das Recht, Cresemba herzustellen und das Medikament exklusiv in Europa - mit Ausnahme der nordischen Länder -, Russland, der Türkei und Israel zu vertreiben. Cresemba ist ein Medikament zur Behandlung lebensbedrohlicher Schimmelpilzinfektionen.

Mit dem Schritt habe man nun in den meisten der wichtigen Märkte auf der Welt Partnerschaften für Cresemba etabliert, heisst es von Basilea weiter. An Vereinbarungen für die verbleibenden Schlüsselmärkte werde derzeit gearbeitet.

Durch die Transaktion erhalte Basilea zusätzliche finanzielle Flexibilität, um gezielt Transaktionen in den Bereichen Antiinfektiva und Onkologie zu tätigen, wird Basilea-CEO Ronald Scott zitiert.

Der Ergebnisbeitrag der Transaktion wird im Geschäftsjahr 2017 auf rund 6 Millionen Franken geschätzt. Der Betriebsverlust könnte damit auf 24 bis 36 Millionen Franken eingedämmt werden. Im vergangenen Jahr, als Cresemba in Europa eingeführt wurde, betrug der Verlust noch 43,9 Millionen Franken.

(sda/chb)

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