Der Basler Fleischverarbeiter Bell kauft auf März 2016 den österreichischen Geflügelspezialisten Huber. Zum Kaufpreis werden keine Angaben gemacht.

Das österreichische Familienunternehmen habe eine starke Marktposition in Österreich und Deutschland, teilte Bell am Mittwoch mit. Huber erziele mit 900 Beschäftigten einen Jahresumsatz von über 300 Millionen Euro. Das Unternehmen wird mit dem bisherigen Management als selbständige Einheit weiter geführt.

Österreichischen und deutschen Markt im Visier

Zur Huber-Gruppe gehört gemäss Bell der österreichische Marktführer im Geflügelbereich, die Hubers Landhendl GmbH, die auf Trutenfleisch spezialisierte Süddeutsche Truthahn AG sowie eine Brüterei und ein Logistikunternehmen in Österreich. Laut Bell steigt die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Geflügelprodukten kontinuierlich. Speziell für Convenience- und Charcuterieprodukte spiele die Verfügbarkeit der Rohstoffe eine immer wichtigere Rolle.

Die Übernahme lege die Basis für weiteres Wachstum in diesem Bereich. Zudem steige die Bell-Gruppe durch die Akquisition mit einer neuen Produktgruppe in den österreichischen und deutschen Markt ein.

Planungshorizont bis 2025

Wie Bell weiter mitteilte, sollen in den nächsten Jahren die Schweizer Standorte ausgebaut werden. Mit einem neuen Investitionsprogramm sollen die Grundsteine für eine noch leistungsfähigere Produktion in der Schweiz gelegt werden.

Mit einem Planungshorizont von 2016 bis 2025 sollen verschiedene Projekte für Neu- und Umbauten ausgearbeitet werden. Die Bell-Gruppe gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Fleisch- und Convenienceherstellern in Europa. Rund 8000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschafteten im ersten Halbjahr 2015 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Franken. Bell ist an der Schweizer Börse kotiert.

(sda/gku)

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