Vor über hundert Jahren hatte Oscar R. Kambly den Emmentaler Biskuithersteller Kambly gegründet. Nun übernimmt die vierte Generation der Familie die Führung: Dania und Nils Kambly werden ab dem Sommer die Geschäfte führen, wie die «Berner Zeitung» erfahren hat. Nils Kambly wird ab Juni den Vorsitz der Geschäftsleitung wahrnehmen.

In den letzten Jahrzehnten steuerten Patron Oscar A. Kambly III und seine Frau Ursula die Firma aus Trubschachen. Sie werden sich in den nächsten Jahren zurückziehen. Hans-Martin Wahlen, der als Chef den Kamblys zur Seite stand, wird aus der Firma ausscheiden.

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Oscar A. Kambly, Verwaltungsrats Praesident der Firma Kambly spricht am Samstag 20. Maerz 2010 in Trubschachen. Der traditionelle Emmentaler Biscuithersteller feiert sein 100-jaehriges Bestehen. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Oscar A. Kambly: Der Patron übergibt die Leitung an seine Tocher und dem Schwiegersohn.

Quelle: Keystone

35 Jahre alt und promovierte Physiker

Dania und Nils Kambly sind schon länger im Betrieb aktiv: 2011 war Tochter Dania dem Verwaltungsrat beigetreten, ab 2017 übernahm sie strategische Projekte.

Ihr Ehemann Nils – er hat den Familiennamen angenommen – stieg 2017 in die Firma als Mitglied der Geschäftsleitung ein. Die beiden 35 Jahre alten promovierten Physiker wollen die Biskuit-Firma nun sanft in eine neue Ära führen. «Wir denken nicht an eine Revolution der Unternehmensstrategie», sagte Dania Kambly der «Berner Zeitung».

Vater Oscar A. Kambly freut sich, dass die neue Generation die Geschäfte weiterführt: «Das ist ein grosser Moment in der Geschichte unseres Familienunternehmens», sagte er.

Der umsatzstärkste Schweizer Gebäckhersteller

Die 111 Jahre alte Firma ist der umsatzstärkste Schweizer Gebäckhersteller und wichtigster Exporteur der Branche. Fast die Hälfte vom Umsatz macht Kambly im Ausland. Die Produktion erfolgt im emmentalischen Trubschachen, wo die Firma mit ihren rund 600 Mitarbeitern auch eine zur Touristenattraktion gewordenen Laden betreibt.

(mbü)