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Bitcoin: Berg- und Talfahrt einer Revolution

Bitcoin: Die digitale Währung erfreut sich immer grösserer Popularität.  antanacoins/flickr/CC

Seit 2008 verbreitet sich Bitcoin auf der ganzen Welt. Heute nutzen vier Millionen Menschen die digitale Währung - dubiosen Geschäftspraktiken und anderen negativen Schlagzeilen zum Trotz.

Veröffentlicht am 06.08.2014

Die Erfolgsgeschichte von Bitcoin begann 2008 mit einem unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto publizierten Artikel zu einer alternativen, digitalen Währung. Im Juli 2010 wurden Bitcoins erstmals über die Internet-Wechselbörse Mt. Gox zu einem Kurs von 0.06 Dollar pro Bitcoin gehandelt.

Der Gesamtwert aller Bitcoins betrug 277'000 Dollar. Bis Ende 2013 stieg der Marktwert aller herausgegebenen Bitcoins auf über 14 Milliarden Dollar, wobei zu Spitzenzeiten über 1000 Dollar pro Bitcoin bezahlt wurden.

Viele Nutzer des neuen Zahlungsmittels

Heute nutzen über vier Millionen Menschen die digitale Währung. Selbst der Bankrott von wichtigen Bitcoin-Handelsbörsen und negative Schlagzeilen in Hinblick auf Geldwäsche und Drogenkäufe im Internet konnten das Vertrauen nicht aushöhlen. Die digitale Währung wird in Euro, Dollar und chinesischen Renminbi gehandelt.

Anders als bei herkömmlichen Währungen gibt es dabei keine Zentralbank, die das Monopol für die Geldproduktion hat. Neue Bitcoins werden durch ein sogenanntes Mining über ein globales Computer-Netzwerk generiert - derzeit mit einer Rate von 25 Bitcoins alle zehn Minuten. Transaktionen werden ebenfalls über dieses Netzwerk verifiziert und abgewickelt.

Bitcoin wird auch in der Schweiz eingesetzt

Der Vorteil der digitalen gegenüber traditionellen Währungen sehen die Bitcoin-Anhänger in ihrer Unabhängigkeit von Banken und Staat. Überweisungen sind zudem gebührenfrei, der Handel so anonym wie bei Bargeld. Der Nachteil: Die anonymisierten Zahlungen eignen sich auch für illegale Geschäfte.

In der Schweiz akzeptieren über 60 Firmen die Währung. In Zürich betreibt die Firma Bitcoin Suisse seit letzter Woche zwei Bitcoin-Bancomaten, an denen man Bitcoins für Bargeld einkaufen kann: einer im Viadukt, einer im Kafi Schoffel in der Altstadt. Weitere Automaten sollen folgen, wie Bitcoin Suisse auf Anfrage mitteilte.

Die Finanzmarktaufsicht (Finma) hatte Bitcoin Suisse im Juni wegen offener rechtlicher Fragen gebeten, die Automaten vorübergehend aus dem Verkehr zu nehmen. Nun ist die Firma Mitglied in der Selbsregulierungsorganisation «Verein zur Qualitätssicherung von Finanzdienstleistungen» (VQF) geworden, womit sie den Automaten in Betrieb nehmen konnte.

(sda/lur/vst)

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