Die britische Behörde National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) spricht sich in einer vorläufigen Empfehlung gegen die Behandlung von Myelofibrose-Patienten mit dem Medikament Jakavi des Pharma-Konzerns Novartis aus.

Jakavi ist bereits in der EU und in der Schweiz zur Behandlung von Myelofibrose zugelassen. Die Krankheit ist ein potenziell tödlicher Bluterkrebs mit schlechter Prognose, der auf eine Fehlfunktion der hämatopoetischen Stammzellen im Knochenmark zurückgeht.

Der unabhängige beratende Ausschuss weist zwar auf einige Vorteile des Medikamentes hin. So sei es plausibel, dass Jakavi einen Überlebensvorteil bieten könne, es bestünden indes noch Unsicherheiten bezüglich der Daten die vom Hersteller eingereicht wurden, um das Ausmass des Überlebensvorteils einzuschätzen, so die Mitteilung.

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Jakavi sei klinisch wirksam, das Medikament könne jedoch nicht als kosteneffizienter Einsatz der Mittel der Gesundheitsbehörde National Insitute of Health (NHS) betrachtet werden, wenn es mit den bisher verfügbaren besten Therapien verglichen werde, heisst es weiter. Die definitive Richtlinie soll im Juni dieses Jahres publiziert werden.

(vst/chb/sda)