Die Industriegruppe Bucher hat im ersten Quartal 2016 einen Rückgang des Auftragseingangs um knapp 13 Prozent auf 555 Millionen Schweizer Franken verzeichnet. Insbesondere die beiden Divisionen Kuhn Group und Bucher Municipals mussten markante Einbrüche hinnehmen. Der Umsatz reduzierte sich um 7,1 Prozent auf 603 Millionen Franken. Die Währungseinflüsse hätten dabei nur einen marginalen Effekt auf die Konsolidierung in Schweizer Franken gehabt, teilt das Unternehmen mit.

Bucher hat damit die Erwartungen der Analysten nicht erreicht. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 600,1 Millionen Franken und für den Umsatz bei 629,2 Millionen.

Rückgang nicht nur bei Landmaschinen

Der insgesamt gute Geschäftsverlauf habe den Rückgang bei den Landmaschinen und den Kommunalfahrzeugen nicht zu kompensieren vermocht, heisst es zum Geschäftsgang im ersten Quartal. Insgesamt hätten die Hauptmärkte in Europa einen leichten, in Amerika jedoch einen stärkeren Abschwung verzeichnet, wogegen aus Asien positive Impulse gekommen seien.

Die grösste Division Kuhn Group sei vom fortgesetzten Rückgang in der Landtechnik weiter deutlich betroffen gewesen, habe sich jedoch besser als der Gesamtmarkt gehalten. Dennoch resultierte ein währungsbereinigtes Minus im Auftragseingang von über 22 Prozent auf 180 Millionen Franken sowie ein Minus von knapp 12 Prozent beim Umsatz auf 292 Millionen Franken.

Moskauer Grossauftrag fehlt nun

Auch bei Bucher Municipal haben sich Auftragseingang und Umsatz klar zweistellig zurückgebildet. Hier fiel der Grossauftrag aus der Stadt Moskau aus dem Vorjahr ins Gewicht, welcher nicht ersetzt werden konnte. Für diese Division gab Bucher im Februar bekannt, dass der Bereich Kehrfahrzeuge neu strukturiert werde.

Für das laufende Jahr 2016 bestätigt der Konzern die bisherige Guidance vom März. Demnach geht das Unternehmen von insgesamt gehaltenen Kennzahlen aus, dies in der Erwartung eines weiterhin volatilen Marktumfelds. Dass Bucher nicht von rückläufigen Zahlen ausgeht, hat mit der im März bekanntgegebenen Akquisition des dänischen Herstellers von Kanalreinigungsfahrzeugen JHL zu tun.

Für die Kuhn Group sei mit einer weiteren Abschwächung der Nachfrage sowohl im Ackerbau als auch in der Milch- und Fleischwirtschaft zu rechnen und bei Bucher Municipal keine nennenswerten Belebung zu erwarten.

(awp/chb/ama)

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