Emmi gehört mehrheitlich Schweizer Milchbauern. Das hält den grössten Schweizer Hersteller von Milchprodukten allerdings nicht davon ab, in das Geschäft mit veganen Produkten einzusteigen: 2020 wird Emmi eine Vegan-Linie lancieren.

Den Anfang macht eine neue Version des Kassenschlagers «Caffè Latte» - ihn gibt es bald ohne Milch. Im März des nächsten Jahres kommt der «Caffè-Drink Almond Macchiato» hierzulande in die Verkaufsregale, wie die «BauernZeitung» erfahren hat. «Die pflanzenbasierte Sorte vereint sorgfältig ausgewählte Arabica-Bohnen aus Brasilien mit einer feinen Haselnussnote mit hochqualitativer Mandelmilch», wirbt Emmi in einer Medienmitteilung. Später will Emmi weitere vegane Produkte in der Schweiz in den Verkauf bringen.

Urs Riedener, CEO Emmi Gruppe, spricht waehrend der Emmi Bilanzmedienkonferenz, am Donnerstag, 24. Maerz 2016, in Luzern. Der Luzerner Milchverarbeiter hat 2015 weniger Umsatz erzielt. Dass die Gewinne gestiegen sind, fuehrt der Chef Urs Riedener vor allem auf die Verkaeufe von ertragsschwachen Geschaeften im Ausland, Kostensenkungen und Preiserhoehungen in Eurolaendern zurueck. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
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Emmi-Chef: «Zucker gehört nun einmal dazu»

Lesen Sie hier das grosse Interview mit Emmi-Chef Urs Riedener: Er hält die Diskussion über Zucker für tendenziös. Und er sagt, wie er Schweizer zum Milchtrinken bringen will.

Emmi gab die Neuigkeit diskret in einer Medienmitteilung von Emmi Deutschland bekannt – das zeigt, wie heikel der Einstieg ins Geschäft mit Veganern für den Bauernkonzern ist. Die Konzernleitung sei sich bewusst, «dass Milchproduzenten veganen Milchersatzprodukten kritisch gegenüberstehen», sagte sie der «BauernZeitung». Vegane Produkte gewännen aber auch ohne Emmis Engagement an Popularität - der Konzern stelle nun sicher, dass auch Schweizer Unternehmen vom Trend profitierten.

(mbü)