Nach der US-Investmentbank Goldman Sachs ist auch die Drogeriekette dm in China kopiert worden. In der nordostchinesischen Stadt Shenyang sei eine komplette dm-Filiale in einem Einkaufszentrum nachgebaut worden, berichtete die «Wirtschaftswoche» am Donnerstag vorab.

Die Zeitung zeigte ein Beweisfoto. Über dem Eingang des Geschäfts leuchtet das dm-Logo, am Schaufenster stehe der Werbeslogan «Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein» auf Deutsch.

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Dm war ahnungslos

Dm-Chef Erich Harsch sagte dem Blatt, sein Unternehmen betreibe keine dm-Märkte in China; auch sei keine Genehmigung, Märkte mit dem Logo in China zu betreiben, erteilt worden. Es sei noch offen, ob und wie das Unternehmen gegen die Kopie vorgehe.

Die dm-Kette ist vielen Chinesen bekannt, seitdem sich Händler und Touristen bei Reisen in Deutschland in den Drogeriemärkten mit Milchpulver eindeckten, wie die «Wirtschaftswoche» schrieb. Chinesische Babynahrung ist seit den Skandalen um verseuchtes Milchpulver in Verruf geraten.

In China werden Geschäftsideen und Produkte regelmässig kopiert. Ende August war ein Finanzinstitut in Shenzhen bekannt geworden, das sich Goldman Sachs nennt und dieselben Schriftzeichen nutzt wie die US-Investmentbank.

(sda/mbü)