Die Aufhebung des Franken-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) dämpft die Erwartungen für das laufende Jahr auch bei Coop: Angesichts von mehr Einkaufstourismus und sinkender Preise wird es laut Coop-Chef Joos Sutter für den Detailhändler «schwierig sein zu wachsen».

Vor dem SNB-Entscheid hätte er für 2015 mit einem Wachstum wie 2014 gerechnet, sagte Sutter am Dienstag vor den Medien. Coop erwarte nun jedoch einen «klaren Anstieg» beim Einkaufstourismus, und das Preisniveau werden sich «ganz klar nach unten bewegen». Für den Detailhandel bedeutete dies zum sechsten Mal in Folge sinkende Preise.

Kosten überprüfen

Coop will nun alle Kosten überprüfen. Nach dem SNB-Entscheid bereits gesenkt hat der Grossverteiler die Preise von über 2300 Produkten. Verhandlungen über weitere Senkungen seien im Gang. Diese betreffen laut Sutter Lieferanten, die eine grosse Wertschöpfung in Euro haben, vor allem auch Markenhersteller.

Nicht ansetzen will Coop indes beim Personal. So seien eine Arbeitszeitverlängerung oder ein Einstellungsstopp nicht vorgesehen, sagte der Geschäftsleitungsvorsitzende von Coop. Denn den grössten Block bei den Kosten machten die Lieferanten aus. Geprüft würden allerdings auch etwa Miet-, Produktions- und ähnliche Kosten.

(sda/ccr)