Der neue Boss-Chef Daniel Grieder will den süddeutschen Modekonzern durch Zukäufe weiterer Marken zu einem Konglomerat ausbauen. «Wir verfolgen einen Plattformansatz, der es uns ermöglicht, auch durch Zukäufe weiter zu wachsen», sagte der 59-jährige Schweizer dem «Manager Magazin» laut Vorabbericht.

«In Europa gibt es im Premiumbereich anders als in den USA noch keine grösseren Spieler.» Daher sehe er hier Potenzial. «Wir haben mit Boss und Hugo bereits zwei starke Marken, die sich sehr gut ergänzen lassen.»

Daniel Grieder: Messias auf Mode-Mission

Nie wurde ein Schweizer Manager im Ausland mit mehr Vorschusslorbeeren empfangen wie Daniel Grieder bei Hugo Boss. Kann er den hohen Erwartungen gerecht werden? HZ+

Ehrgeizige Wachstumspläne im Internet

Grieder erklärte zudem, dass entgegen anders lautenden Berichten kurzfristig wohl keine Investoren bei Boss einsteigen. «Das steht meines Erachtens zurzeit nicht zur Debatte.»

Der ehemalige Tommy-Hilfiger-Chef will den für seine Herrenanzüge bekannten Modekonzern auf Wachstum trimmen und dafür tief in die Tasche greifen. Allein für den Ausbau des Online-Geschäfts und die Erneuerung des stationären Detailhandels will er in den kommenden Jahren 500 Millionen Euro in die Hand nehmen; 100 Millionen sind für Marketing vorgesehen und 150 Millionen für die Digitalisierung

(reuters/mbü)