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Logistik
Dänische DSV bietet vier Milliarden Franken für Panalpina

Panalpina Logo at the headquarters in Basel, Switzerland, September 5, 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)Panalpina Hauptsitz in Basel, aufgenommen am 5. September 2013.  (KEYSTONE/Christian Beutler)
Eine Boeing-Maschine des Logistikers Panalpina: Der Konzern ist gegen die Übernahmen durch einen Konkurrenten.Quelle: Keystone

DSV will den Basler Logistikkonzern Panalpina kaufen. Der Verwaltungsrat prüfe den Vorschlag nun mit seinen Beratern, heisst es.

Veröffentlicht am 16.01.2019

Die dänische DSV stösst eine weitere Großübernahme in der Logistikbranche an. Das Unternehmen will den Wettbewerber Panalpina für rund vier Milliarden Franken kaufen. «Ein Zusammenschluss von DSV und Panalpina würde ein globales Transport- und Logistikunternehmen mit bedeutenden Wachstumschancen schaffen», hiess es in einer DSV-Mitteilung vom Mittwoch.

$er Verwaltungsrat von Panalpina prüfe den Vorschlag mit seinen Beratern und informiere zu gegebener Zeit weiter. Entscheidend dürfte die Haltung der Ernst Göhner Stiftung sein, die rund 46 Prozent der Panalpina-Anteile hält. Die Stiftung wollte sich vorerst nicht äussern.

Aktie schoss nach oben

DSV machte einen unverbindlichen Vorschlag, Panalpina für 170 Franken in bar und eigenen Aktien zu kaufen. Dies entspricht einem Aufschlag von knapp einem Viertel gemessen am Schlusskurs des Vortages. Die Panalpina-Aktie schoss am Vormittag um 31 Prozent auf 179 Franken - damit gehen die Anleger davon aus, dass eine noch höheres Offerte für Panalpina vorgelegt werden dürfte.

Vontobel-Analyst Michael Foeth bewertete den Vorschlag der Dänen als angemessen. «Aber wir können ein höheres Angebot eines anderen Spielers nicht ausschliessen», erklärte er. Im November hatte der Schweizer Rivale Kühne+Nagel Interesse an Panalpina signalisiert. Ein Sprecher von Kühne+Nagel wollte sich nicht äußern.

Auf eine Übernahme von Panalpina drängt der zweitgrösste Eigner Cevian. Kapitalmarktexperten zufolge ist das für den aktivistischen Investor die beste Option, die Beteiligung von rund zwölf Prozent zu einem guten Preis abzustossen. Ein Cevian-Sprecher wollte sich nicht äussern.

Cevian verlor Geduld

Cevian ist seit rund acht Jahren an Panalpina beteiligt, hat inzwischen aber die Geduld verloren und einen Wechsel des Verwaltungsrats-Präsidenten durchgedrückt. Angesichts zu hoher Kosten und zu niedriger Umsätze sei der Konzern schlecht geführt, monierte Cevian. Tatsächlich hinkt Panalpina etwa dem Rivalen Kühne+Nagel beim Wachstum hinterher, unter anderem weil sich die Einführung eines neuen Informatik-Systems verzögert hat.

In einem fragmentierten Markt sind DSV und Panalpina mittelgrosse Anbieter, als Marktführer gilt DHL gefolgt von Kühne+Nagel und DB Schenker. Während die Dänen rund 44'000 Personen beschäftigen, kommt Panalpina auf 14'000 Mitarbeiter. In der Logistikbranche läuft zurzeit eine Konsolidierung. So stellte der französische Schifffahrtskonzern CMA CGM eine Übernahme der Schweizer Ceva Logistics in Aussicht. Zuvor hatte bereits DSV um Ceva gebuhlt. DSV hat bereits mehrere grössere Übernahmen wie die kalifornische UTi erfolgreich integriert. 

(reuters/tdr)

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