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Tausende Firmen sind hohen Stromnetztarifen ausgesetzt

Die Strompreise für 2020 steigen laut der Aufsichtsbehörde Elcom um 1 Prozent. Eine wichtige Komponente sind die Netztarife – sie werden im Monopol verrechnet. Die «Handelszeitung» hat sie nach Kantonen und Stromverteilern ausgewertet. Das Resultat: Rund 3'100 mittelgrosse Stromverbraucher sind als «gefangene Kunden» überdurchschnittlich sehr hohen Netzpreisen ausgeliefert.

Glarus ist im Schnitt der teuerste Kanton, gefolgt von Tessin, Basel-Stadt, Jura, Bern und Schaffhausen. Zählt man die Firmen in den weiteren Kantonen mit hohen Tarifen dazu, Graubünden, Thurgau und Uri, sind 3757 Firmen betroffen. Die Differenzen zwischen den Gemeinden sind zum Teil enorm. So zahlt zum Beispiel ein Bäckereibetrieb in Bolligen BE neunmal mehr Netzentgelt, als wenn er in der zweitgünstigsten Gemeinde der Schweiz, Andelfingen ZH, produzieren würde. Den hohen Tarif verrechnet die Berner BKW. 

Hennes & Mauritz wechselt Schweizer Länderchefin aus

Der schwedische Modehändler H&M setzt eine neue Schweizer Länderchefin ein. Doris Klein, die seit September 2015 die Schweizer Geschäfte führte, hat in einer neuen Funktion an den H&M-Hauptsitz in Stockholm gewechselt, bestätigt das Unternehmen, «per 1. Oktober folgte Minna Carlberg in der Position als Country Manager». Die neue Schweizer H&M-Länderchefin Carlberg war zuvor als Country Controller für H&M in Australien tätig.

H&M Schweiz, lange Zeit hiesiger Branchen-Primus im Modehandel, hat in den letzten Jahren stark an Umsatz verloren. 2016 kam das Unternehmen auf einen Schweizer Umsatz von 715 Millionen Franken; 2018 waren es noch 598 Millionen.

Kuoni-Chef Dieter Zümpel: «Erreichen 2019 schwarze Zahlen»

DER Touristik Suisse, zu der Reisemarken wie Kuoni und Helvetic Tours gehören, verlässt 2019 die Verlustzone. Obwohl das Sommergeschäft im Juli und August die Erwartungen nicht erfüllt habe, «werden wir unser Ziel, im Kalenderjahr 2019 schwarze Zahlen zu schreiben, erreichen», sagt Dieter Zümpel, Chef von DER Touristik Suisse. Die Aussichten seien gut: «Das kleine Loch im Sommer können wir mit dem Herbst und im Winterhalbjahr ausgleichen», sagt Zümpel, «da haben wir Rückenwind und liegen im einstelligen Prozentbereich über Vorjahr.» 

Zum positiven Trend trage auch der Bahnreiseveranstalter Railtour bei, sagt Zümpel. Die Firma habe mit fortschrittlicher Technologie einen Rail-Hub gebaut, welcher Staatsbahnen länderübergreifend buchbar mache: «Und jetzt wächst Railtour wieder sehr erfreulich, aktuell im tiefen zweistelligen Prozentbereich.» Spitzenreiter bei den Zug-Destinationen seien bei Railtour im Herbst Paris, Hamburg, Wien, Rom und London. 
Im Gespräch mit der «Handelszeitung» nimmt Dieter Zümpel Stellung zur Pleite von Thomas Cook. Dass dieses Schicksal auch Kuoni Schweiz und DER Touristik Suisse drohen könnte, schliesst Zümpel «ganz entschieden» aus: «DER Touristik Suisse ist ein diversifiziert aufgestelltes Unternehmen, verfügt über einen starken Eigenvertrieb, ist im Besitz eines gesunden Konzerns und wirtschaftet in der Summe trotz allen Herausforderungen auch im Badeferiensegment stabil.» 

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Chinesen schiessen 85 Millionen Franken bei Schweizer Bank ein

Die Zürcher Tochter der Banque Internationale à Luxembourg (BIL) hat vor kurzem eine Kapitalerhöhung über 85 Millionen Franken vorgenommen. Die Bank gehört grossmehrheitlich der chinesischen Legend Holding, die ihr Europa-Geschäft von Zürich aus betreibt, wie die «Handelszeitung» in ihrer neusten Ausgabe schreibt. 

Hintergrund der Kapitalspritze ist eine strategische Wachstumsinitiative der BIL, die in Zürich, Genf und Lugano rund 120 Mitarbeitende beschäftigt. «Wir wollen die Vermögensverwaltung in der Schweiz ausbauen und zwischen 15 und 30 neue Mitarbeiter einstellen», sagt Hans-Peter Borgh, Verwaltungsratspräsident von BIL Suisse und Chef der internationalen Vermögensverwaltung. 

Zur Kapitalerhöhung fügt Borgh an: «Mit der grösseren Bilanz können wir unseren in der Schweiz gebuchten Kunden grössere Kreditvolumen zur Verfügung stellen, ohne dass wir auf unser Luxemburger Mutterhaus zurückgreifen müssen.» Die verbesserte Kapitalausstattung soll vor allem vermögende Chinesen in die Schweiz locken, die gerne fremdfinanziert an den Finanzmärkten investieren. «Wir haben seit kurzem ein auf den chinesischen Markt spezialisiertes Team in Zürich», sagt Borgh. Die Abteilung wird ab November Grossbanker Roger Gröbli leiten, der bei der Credit Suisse zuvor als Head of Private Banking North Asia tätig war. 

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HZ