Den Liechtensteiner Banken sind vergangenes Jahr neue Kundengelder im Umfang von 16 Milliarden Franken zugeflossen. Insgesamt verwalteten die Geldhäuser samt ihren ausländischen Gesellschaften Ende 2014 Kundenvermögen von 216 Milliarden Franken, was einen Höchststand bedeutet. Vom Netto-Neugeldzufluss von 16 Milliarden Franken entfielen 10 Milliarden Franken auf die ausländischen Gesellschaften der Liechtensteiner Banken, wie die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Mittwoch vermeldete.

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Die Geldinstitute im Fürstentum selbst verzeichneten einen Neugeldzufluss von netto 6 Milliarden Franken. Bei den Geldzuflüssen seien zwischen den einzelnen Banken grössere Unterschiede zu verzeichnen, hiess es. Im Fürstentum sind 17 Banken lizenziert.

224 Millionen Gewinn

Die Jahresgewinne aus der operativen Geschäftstätigkeit bezifferten sich auf 224 Millionen Franken, gegenüber 265 Millionen Franken im Vorjahr. Das schwierige Marktumfeld mit tiefen oder sogar negativen Zinsen sowie steigender Regulierungsdruck hätten sich negativ auf die Ertragslage ausgewirkt, schrieb die FMA.

Die Herausforderungen in einem schwierigen Marktumfeld würden nicht geringer. Und die Aufgabe des Franken-Mindestkurses zum Euro im Januar dieses Jahres sowie die Negativzinsen stellten eine zusätzliche Belastung für die Teilnehmer des Finanzmarktes dar.

(sda/ise)