Noch sind 2020 erst wenige ­Wochen vergangen, und schon vermeldet der Versicherungskonzern Helvetia die Übernahme von 70 Prozent der Aktien des spanischen Versicherers Caser. Mit diesem Deal stärke die Gruppe ihre Stellung auf der iberischen Halb­insel und erhöhe ihre europäischen Aktivitäten substanziell, heisst es bei der Helvetia. Substanziell ist auch der Kaufpreis, den das Unternehmen für den spanischen Versicherer aufwirft: 780 Millionen Euro. Im Vorjahr wäre der Deal damit die siebtgrösste ­Akquisition einer ausländischen Firma durch ein hiesiges Unternehmen gewesen (siehe Tabellen zum Download unten).

Auch wenn 2019 die Übernahme- und Fusionsaktivitäten (Mergers & Acquisitions, M&A) mit Schweizer Beteiligung markant zurückgegangen sind, scheint der Hunger nach Leckerbissen in Form von attraktiven Gesellschaften aus dem Ausland noch lange nicht gestillt. Für den Einbruch der M&A-Transaktionen im vergangenen Jahr gibt es mehrere Erklärungen.