Der Genfer Autor Joël Dicker gründet seinen eigenen Verlag und verlässt Éditions de Fallois, wie er am Dienstag auf Instagram mitteilte. Im Herbst 2021 will er konkreter informieren.

«Mit viel Emotion gebe ich meinen Abschied von Editions de Fallois bekannt, sagte Dicker in einem auf Instagram veröffentlichten Video. «Nach zehn Jahren in diesem Haus und drei Jahre nach dem Tod von Bernard de Fallois, dem ich alles verdanke, habe ich beschlossen, Editions de Fallois zum Ende dieses Jahres 2021 zu verlassen.»

Joël Dicker: «Der Leser ist mächtig»

Bestsellerautor Joël Dicker über sein neues Buch, das erstmals in der Schweiz spielt, Erfolgsdruck und die Freuden des Schreibens.

Ein Projekt für das kommende Jahr

Der 35-jährige Autor konnte sich nach eigenen Angaben bis anhin keinen anderen Verleger vorstellen «als den, der mir alles beigebracht hat». Bernard de Fallois starb im Januar 2018 im Alter von 91 Jahren, rund 30 Jahre nach der Gründung seines Verlags.

Anzeige

Vor diesem Hintergrund will Dicker nun auf den 1. Januar 2022 seinen eigenen Verlag gründen.

Laut der Nachrichtenagentur AFP arbeitet Dicker künftig für die Verbreitung und den Vertrieb mit Interforum zusammen, einer Tochtergesellschaft der Editis-Gruppe (Vivendi-Gruppe) mit Sitz in Givisiez (FR)

Anfang März erschien sein neustes Werk auf Deutsch

Dickers letzter Roman ist am 2. März unter dem Titel «Das Geheimins von Zimmer 622» in deutscher Übersetzung erschienen. Der Kriminalroman, der in Genf spielt, ist im vergangenen Mai auf Französisch und im Juni 2020 auf Italienisch und Spanisch erschienen. Es ist der fünfte Roman des Schweizer Autors.

Im deutschen Sprachraum wurde er 2013 mit «Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert» bekannt. Der Roman ist im französischsprachigen Original ein Jahr zuvor erschienen und wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt.

Dicker wurde dafür unter anderem mit dem Prix Goncourt des lycéens und dem Grand Prix du Roman der Académie Française ausgezeichnet. In Frankreich zählt Dicker zu den meistgelesenen frankophonen Autoren.

(sda/mbü)