Der Mann ist Gretas Albtraum: Jeden Sonntag, nachdem er seine elfjährige Tochter und seinen sechsjährigen Sohn ins Bett gebracht hat, fährt Guillaume Pousaz die 20 Minuten von seiner Wohnung in Dubai zum Flughafen. Dort steigt er um halb drei Uhr nachts in den Flug BA 106, immer Sitz 78K, Fensterplatz, vorletzte Reihe, weil das Flugzeug von vorne aufgefüllt wird und deshalb die Chancen auf einen freien Nebenplatz dort am grössten sind. Um kurz vor halb sieben landet er in London-Heathrow, eine Stunde später ist er im Büro. Jede Woche geht das so, seit Jahren. Am Donnerstagabend, wenn in Dubai das Wochenende beginnt, ist Pousaz jeweils wieder zu Hause. Upgrades leistet er sich nur, wenn er mal tagsüber unterwegs ist: «Mit massivem Schlafdefizit kann man überall ausruhen», sagt er.

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Weit über 600 Stunden pro Jahr verbringt der Mann im Flieger, fliegt zehnmal um den Globus, hat bei British Airways und Emirates den höchsten Vielfliegerstatus. Pousaz, ein ausgeprägter Familienmensch, sagt selber: «Das ist kein gutes Leben.»