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US-Präsidentschaftswahl 2016
Deutsche Bank von US-Kongress vorgeladen

Deutsche Bank
Deutsche Bank: Die Demokraten untersuchen die Geschäftsbeziehungen des Instituts mit Donald Trump.Quelle: Keystone

Vertreter der Deutschen Bank müssen vor dem US-Kongress über die Finanzen von Präsident Donald Trump Auskunft geben.

Veröffentlicht am 16.04.2019

Vertreter der Deutschen Bank und anderer Geldinstitute sind zu einer Anhörung über die Finanzen von US-Präsident Donald Trump vor den US-Kongress geladen worden. In den USA wird derzeit ermittelt, ob Russland zugunsten Trumps in den US-Wahlkampf eingegriffen haben könnte.

«Die mögliche Benutzung des amerikanischen Finanzsystems für gesetzeswidrige Zwecke ist ein ernsthaftes Vergehen», sagte die Vorsitzende des Finanzausschusses im Repräsentantenhaus, Maxine Waters, am Montag in Washington. Der Ausschuss untersuche diese Angelegenheiten und gehe auch der Frage nach, ob Trump und seine Mitarbeitern darin verwickelt sein könnten.

Trump hat hohe Schulden bei der Deutschen Bank

Die Vorladung wird auch vom Geheimdienstausschuss mitgetragen. Dessen Vorsitzender Adam Schiff erklärte, bei der Deutschen Bank handele es sich um eine «freundliche Vorladung». Beide Ausschüsse werden von oppositionellen Demokraten geleitet. Demokraten hatten angekündigt, nachdem sie die Mehrheit im Repräsentenhaus Ende 2018 erlangt hatten, verstärkt mögliche Unregelmässigkeiten in Zusammenhang mit dem Republikaner Trump zu untersuchen. Demokraten verdächtigen Trump, russische Hilfe beim Wahlkampf bekommen zu haben.

Eine vergangenes erfolgte Bekanntgabe hat Verbindlichkeiten Trumps bei der Deutsche Bank Trust Company Americas im Umfang von mindestens 130 Millionen Dollar offenbart. Es handelt sich dabei um eine Abteilung der Deutschen Bank. Die Verbindlichkeiten stehen in Zusammenhang mit Immobilien, darunter das Trump International Hotel in Washington.

Auch US-Banken werden vorgeladen

Schiff erklärte, die Deutsche Bank verhalte sich kooperativ. Eine Sprecherin des Instituts sagte, man sei «produktiven Dialog» verpflichtet. Die «New York Times», die zuerst über die Vorladung berichtet hatte, schrieb, auch die Citigroup, JPMorgan Chase & Co und Bank of America Corp hätten Vorladungen erhalten. Das Blatt berichtete, auch die Beziehungen der Kreditgeber zu Russland würden untersucht.

(sda/gku)

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