Ende 2018 legte der erste Auslandableger des hiesigen Online-­Primus Digitec Galaxus los mit seinem Online-Shop in Deutschland. Der Schritt galt als mutig, Skeptische unkten von Beginn an: «Galaxus wird in Deutschland scheitern.» Zwei Jahre später, wie läuft es? Während die Migros-Tochter nie Zahlen zu ihrem deutschen Abenteuer Galaxus.de nannte, bringt nun das renommierte EHI Retail Institute in Köln ein wenig Licht ins Dunkel.

Die Daten zeigen: In der Liste der tausend umsatzstärksten E-Händler taucht Galaxus.de zwar auf, aber erst unter «ferner ­liefern». Das EHI schätzt den Umsatz von ­Galaxus.de im ersten vollen Geschäftsjahr 2019 auf 14,3 Millionen Euro, was für Rang 409 reicht. In der Schweiz lag der Umsatz des hiesigen Branchenprimus bei mehr als 1 Milliarde Franken.

Ambitionen auf dem deutschen Markt

Natürlich ist aller Anfang hart in einem Markt, der so stark von Amazon dominiert wird wie der deutsche. Trotzdem ist das ein sehr verhaltener Start für das in Deutschland von Frank Hasselmann geführte Unternehmen.

Schliesslich waren die Ambitionen von Digitec Galaxus für den deutschen Markt von Beginn an umfassend, auch wenn der Start bescheiden gehalten wurde. Mit zehn Mitarbeitenden und einem Vertrieb von 20'000 Artikeln aus Krefeld und Hamburg hatte man 2018 begonnen.

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Das Schweizer Mutterhaus äussert sich nicht zu den Zahlen des EHI, hält aber am Anspruch fest, dereinst zur Nummer fünf in Deutschland aufzusteigen. «Die Ambition steht nach wie vor; einen Zeitpunkt haben wir aber nicht definiert.» Was für 2020 hingegen definitiv gilt: «Die Pandemie hilft unserer Expansion.» (ag/me)

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